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Erice liegt 15 km nordöstlich von Trapani auf dem Monte Erice auf einer Höhe von 750 m über dem Meeresspiegel; über viele Jahrhunderte kämpften die Menschen um diesen Ort, der wahrscheinlich von den mysteriösen Elymern gegründet wurde, welche ihre Ansiedlungen auf steilen, nur schwer zugänglichen Bergen erbauten, um sich vor feindlichen Angriffen zu schützen. Von den Elymern wurde die Stadt Iruka genannt, von den Puniern Erech, von den Griechen und Römern Eryx, von den Arabern Gebel-Hamid; die Normannen taufen den Ort um in Monte S. Giuliano, um dem heidnischen Venus-Kult entgegenzuwirken, der in dem auf dem Berg gelegenen Heiligtum zelebriert wurde. Es war zunächst der phönizischen Göttin Astarte und dann der Aphrodite bzw. Venus Erycina gewidmet und war in der Antike berühmt für seinen Reichtum und die dort betriebene Tempelprostitution. Die Stadt, die 1934 ihren antiken Namen Erice wieder erhielt, ist im Umriss wie ein Dreieck gebaut, was vermutlich mit dem Kult der Aphrodite in der Antike zusammenhängt, bei dem das Dreieck ein wichtiges Symbol war. Der antike Teil des Ortes ist charakterisiert von reich bepflanzten Höfen zwischen antiken Mauern, sowie kleinen Häusern und schmales, steinernen Gassen. Auf dem höchsten Punkt, auf den Ruinen des Tempels, erhebt sich die Venus-Burg, direkt neben den Gärten des Balio. Die Ortschaft ist auch als Stadt der Wissenschaft bekannt und wird von zahlreichen Läden belebt, in denen man kunsthandwerkliche Gegenstände wie bemalte Keramiken und handgefertigte Teppiche betrachte, oder das tradizionelle Mandelgebäck geniessen kann.
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