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Den bislang größten Skandal in Tom Sachs' Laufbahn löste sein Beitrag Prada Death Camp (1999) aus, den er 2002 zu der umstrittenen Ausstellung Mirroring Evil: Nazi Imagery /Recent Art im Jüdischen Museum in New York beisteuerte. Das auf einer ausgeklappten Prada-Hutschachtel montierte Modell eines imaginären Konzentrationslagers empörte und schockierte Vertreter jüdischer Institutionen und Überlebende des Holocaust (lesen Sie dazu ein ausführliches Interview mit dem Kurator der Ausstellung Norman Kleeblatt). Als Sachs betonte, es gehe hier nicht um einen historischen Kommentar zum Grauen des Holocaust, sondern er nutze die Ikonografie des Holocaust, um auf die Rolle der Mode aufmerksam zu machen, warfen ihm seine Kritiker Sensationslust und Zynismus vor. Häufig wurde dabei außer Acht gelassen, dass es sich bei dem Modell nicht etwa um die authentische Rekonstruktion eines Konzentrationslagers handelte, sondern um die mit einfachsten Mitteln hergestellte Simulation eines Lagers – wobei die angedeuteten Baracken und Stacheldrahtzäune einen erschreckend hohen Wiedererkennungswert besitzen.
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