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Im Parlament gab es am Donnerstag eine Aussprache mit EU-Kommissar Frans Timmermans zum Vorschlag des interinstitutionellen Transparenzregisters. Timmermans hob, wie auch vergangene Woche, hervor, welch Fortschritt der neue Vorschlag sei, vor allem durch die Verankerung des Prinzips: keine Registrierung, kein Meeting in allen drei EU-Institutionen. Mit diesem Prinzip werde das Transparenzregister so verpflichtend wie möglich. Von Seiten der Fraktionen wurde anerkannt, dass es einer Stärkung des BürgerInnenvertrauens bedarf, bei der Einschätzung über das Transparenzregister gingen die Meinungen jedoch auseinander. Die Europäische Volkspartei und die Liberalen von ALDE waren eher zurückhaltend mit weiteren Forderungen. Den linken Fraktionen, wie GUE/NGL und die Grünen, aber auch den europäischen Konservativen ging der Vorschlag nicht weit genug. Auch von Seiten der AK wird es als verpasste Chance angesehen, ein tatsächlich rechtlich verbindliches Transparenzregister vorzuschlagen und zu diskutieren. Der aktuelle Vorschlag kann eher als der kleinste gemeinsame Nenner angesehen werden, der noch dazu Gefahr läuft, in weiteren Verhandlungen noch weiter verwässert zu werden.
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