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„Ich mache immer noch das gleiche, wie damals, als ich nach New York gekommen bin“, sagt Tam Ochiai mit leiser Stimme, sein Englisch gebrochen, die Augenlider müde: „Ich laufe und laufe und laufe.“ Wäre dies ein Casting für einen Film über Schlafwandler, Jim Jarmusch hätte ihm die Rolle längst gegeben. „Wenn ich laufe, gehe ich hier in einen Plattenladen, dort in ein Buchgeschäft, vielleicht in ein Kino oder in eine Boutique. Das geht endlos so und erst wenn ich genug gelaufen bin, wenn es nichts mehr zu tun gibt, wenn ich wirklich anfange mich zu langweilen, dann gehe ich nach Hause und mache Kunst – es ist das Gegenteil eines Berufes.“
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