pina – Übersetzung – Keybot-Wörterbuch

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  PINA - A film for PINA ...  
1980 1980 – A PIECE BY PINA BAUSCH
1980 1980 – EIN STÜCK VON PINA BAUSCH
  PINA - A film for PINA ...  
Works by Pina Bausch
Stücke von Pina Bausch
  PINA - A film for PINA ...  
The secret of this success may be that the Tanztheater of Pina Bausch risks a fresh look at reality and at the same time for daydreaming. It takes the audience in their everyday life seriously and equally encourages their hope that everything will turn out well.
Das Geheimnis dieses Erfolges mag darin liegen, dass das Tanztheater der Pina Bausch einen unverstellten Blick auf die Realität riskiert und zugleich zum Träumen einlädt. Es nimmt den Zuschauer in seinem Alltagsleben ernst und bestärkt zu gleich seine Hoffnung, dass alles sich zum Guten wenden kann. Dafür allerdings ist er selbst aufgerufen, die Verantwortung zu übernehmen. Die Männer und Frauen in den Stücken der Pina Bausch können nur mit aller Genauigkeit und Ehrlichkeit erproben, was einen jeden dem Glück näher bringt und was ihn davon entfernt; Patentrezepte liefern sie nicht. Aber immer entlassen sie ihr Publikum in der Gewissheit, dass – bei allen Höhen und Tiefen – das Leben bestanden werden kann.
  PINA - A film for PINA ...  
The city is a Mecca of dance, where classical ballet is being reinvented by the likes of George Balanchine, as well as the development of modern dance. Pina Bausch's teachers include Antony Tudor, José Limón, and dancers of the Martha Graham Dance Company, Alfredo Corvino, and Margaret Craske.
Nach ersten Erfahrungen im Solinger Kinderballett beginnt Pina Bausch im Alter von 14 Jahren ihre Tanzausbildung an der Essener Folkwang-Hochschule unter Kurt Jooss. Jooss ist ein bedeutender Vertreter der deutschen Tanzmoderne vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, die sich von den Fesseln des klassischen Balletts befreite. In seiner Pädagogik jedoch versöhnt er den Freiheitsgeist der Tanzrevolutionäre mit den Grundregeln des Balletts. So erlernt die junge Tanzstudentin das Betreten kreativer Freiräume ebenso wie das Beherrschen einer klaren Form. Wichtig ist die Nachbarschaft zu anderen Künsten, die ebenfalls an der Folkwang-Hochschule gelehrt werden: zu Oper, Musik, Schauspiel, Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Design u.v.m. Sie wird als völlige Offenheit in der Wahl der Mittel in ihrer Arbeit als Choreographin wiederkehren.
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The secret of this success may be that the Tanztheater of Pina Bausch risks a fresh look at reality and at the same time for daydreaming. It takes the audience in their everyday life seriously and equally encourages their hope that everything will turn out well.
Das Geheimnis dieses Erfolges mag darin liegen, dass das Tanztheater der Pina Bausch einen unverstellten Blick auf die Realität riskiert und zugleich zum Träumen einlädt. Es nimmt den Zuschauer in seinem Alltagsleben ernst und bestärkt zu gleich seine Hoffnung, dass alles sich zum Guten wenden kann. Dafür allerdings ist er selbst aufgerufen, die Verantwortung zu übernehmen. Die Männer und Frauen in den Stücken der Pina Bausch können nur mit aller Genauigkeit und Ehrlichkeit erproben, was einen jeden dem Glück näher bringt und was ihn davon entfernt; Patentrezepte liefern sie nicht. Aber immer entlassen sie ihr Publikum in der Gewissheit, dass – bei allen Höhen und Tiefen – das Leben bestanden werden kann.
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For her work Pina Bausch receives numerous awards and honours, including the Bessie Award in New York (1984), the German Dance Award (1995), the Berlin Theatre Award (1997), the Praemium Imperiale in Japan (1999), the Nijinsky Award in Monte Carlo, the Golden Mask in Moscow (2005), the Goethe Prize of Frankfurt / Main (2008).
Für ihre Arbeit wird Pina Bausch mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, u.a. mit dem Bessie Award in New York (1984), dem Deutschen Tanzpreis (1995), dem Theaterpreis Berlin (1997), dem Praemium Imperiale in Japan (1999), dem Nijinsky-Preis in Monte Carlo, der Goldenen Maske in Moskau (2005), dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main (2008). Im Juni 2007 erhält sie für ihr Lebenswerk einen Goldenen Löwen der Biennale in Venedig, im November des gleichen Jahres den angesehenen Kyoto-Preis.
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Following first experiences at Solingen's children's ballet, at the age of 14 Pina Bausch started her dance training at the Folkwang Hochschule under Kurt Jooss. Before and after the Second World War, Jooss was a distinguished representative of the German modern dance movement, which had freed itself from the shackles of classical ballet.
Als Philippine Bausch wird sie 1940 in Solingen geboren; unter ihrem Kosenamen Pina wird sie vom nahe gelegenen Wuppertal aus mit ihrem Tanztheater später Weltgeltung erlangen. Die Eltern betreiben in Solingen eine Gastwirtschaft mit angeschlossenem Hotelbetrieb, in dem Pina, ebenso wie ihre Geschwister, mithilft. Sie lernt Menschen zu beobachten, vor allem, was Menschen im tiefsten Grund bewegt. In ihren späteren Stücken scheint etwas von dieser frühen Kindheitsatmosphäre anzuklingen: eine Musik erklingt, Menschen kommen und gehen, erzählen von ihrer Sehnsucht nach dem Glück. Aber auch die frühe Erfahrung des Krieges wird sich in den Stücken widerspiegeln, als plötzlicher Ausbruch von Panik, als Angst vor einer namenlosen Gefahr.
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In 1978 Pina Bausch changed the way she worked. Invited by director Peter Zadek in Bochum to develop her version of Shakespeare's Macbeth, the choreographer finds herself caught out. A large proportion of her own ensemble no longer want to continue with her work, as there is little conventional dancing involved in it.
1978 verändert Pina Bausch ihre Arbeitsweise. Vom Bochumer Regisseur Peter Zadek eingeladen, ihre Version von Shakespeares Macbeth zu erarbeiten, findet sich die Choreographin in einer Not. Ein großer Teil des eigenen Ensembles mag ihrer Arbeit, in der wenig konventionell getanzt wird, nicht weiter folgen. Also besetzt sie die Bochumer Auftragsinszenierung mit nur vier Tänzern, fünf Schauspielern und einer Sängerin. Mit choreographiertem Schrittmaterial kann sie in dieser Besetzung nicht arbeiten; also beginnt sie, ihren Darstellern assoziative Fragen rund um das Thema des Stücks zu stellen. Das Ergebnis dieser gemeinsamen Suche, das unter dem langen Titel "Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloss, die Andern folgen" am 22. April 1978 in Bochum uraufgeführt wird, geht beinahe im Proteststurm der Zuschauer unter. Doch Pina Bausch hat mit diesem ungewöhnlichen Schritt endgültig ihre Arbeitsform gefunden, deren traumhafte, poetische Bilder- und Bewegungssprache ihren rasch einsetzenden weltweiten Erfolg begründet. Mit seinem Ansetzen bei den elementaren menschlichen Gefühlen, bei den Ängsten und Nöten ebenso wie bei den Wünschen und Sehnsüchten, wird das Tanztheater Wuppertal nicht nur in der ganzen Welt verstanden, es löst auch eine internationale choreographische Revolution aus.
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In January 1980, Pina Bausch's longtime life partner Rolf Borzik died. In the early years his stage designs and costumes significantly influenced the appearance of the Tanztheater. Following his death, Peter Pabst (stage) and Marion Cito (costumes) took over his work.
Im Januar 1980 stirbt Pina Bauschs langjähriger Lebensgefährte Rolf Borzik. Er hat in den Anfangsjahren mit seinen Bühnenbildern und Kostümen wesentlich das Gesicht des Tanztheaters geprägt. Nach seinem Tod übernehmen Peter Pabst (Bühne) und Marion Cito (Kostüme) seine Arbeit. Es sind poetische Räume, in denen nicht selten das Außen nach innen wandert und die Bühne zur Landschaft ausweitet. Es sind physische Räume, die die Bewegungen verändern. Wasser und Regen lassen die Körper durch die Kleidung scheinen; Erde macht jede Bewegung zum Kraftakt; Laub zeichnet die Schritte der Tänzer als Spuren auf. Vom Altbauzimmer bis zum kargen Holzboden von japanischer Strenge reicht die Variationsbreite dieser Räume. Die Kostüme können ebenso elegant wie skurril sein – von der großen Abendrobe bis zur kindlichen Lust an der Verkleidung. Wie die Stücke spiegeln Bühne und Kostüme den Alltag und überschreiten ihn doch immer wieder in Richtung einer traumhaften Schönheit und Leichtigkeit. Was in den Anfängen noch gerne übersehen wird: der Humor und die Schönheit, auch wenn sie im scheinbar Hässlichen liegt, wird im Laufe der Jahre immer besser verstanden. Allmählich wird klar, worum es dem Tanztheater geht: nicht um Provokation, sondern – mit Pina Bauschs Worten – "um etwas, in dem wir uns treffen können".
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In 1978 Pina Bausch changed the way she worked. Invited by director Peter Zadek in Bochum to develop her version of Shakespeare's Macbeth, the choreographer finds herself caught out. A large proportion of her own ensemble no longer want to continue with her work, as there is little conventional dancing involved in it.
1978 verändert Pina Bausch ihre Arbeitsweise. Vom Bochumer Regisseur Peter Zadek eingeladen, ihre Version von Shakespeares Macbeth zu erarbeiten, findet sich die Choreographin in einer Not. Ein großer Teil des eigenen Ensembles mag ihrer Arbeit, in der wenig konventionell getanzt wird, nicht weiter folgen. Also besetzt sie die Bochumer Auftragsinszenierung mit nur vier Tänzern, fünf Schauspielern und einer Sängerin. Mit choreographiertem Schrittmaterial kann sie in dieser Besetzung nicht arbeiten; also beginnt sie, ihren Darstellern assoziative Fragen rund um das Thema des Stücks zu stellen. Das Ergebnis dieser gemeinsamen Suche, das unter dem langen Titel "Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloss, die Andern folgen" am 22. April 1978 in Bochum uraufgeführt wird, geht beinahe im Proteststurm der Zuschauer unter. Doch Pina Bausch hat mit diesem ungewöhnlichen Schritt endgültig ihre Arbeitsform gefunden, deren traumhafte, poetische Bilder- und Bewegungssprache ihren rasch einsetzenden weltweiten Erfolg begründet. Mit seinem Ansetzen bei den elementaren menschlichen Gefühlen, bei den Ängsten und Nöten ebenso wie bei den Wünschen und Sehnsüchten, wird das Tanztheater Wuppertal nicht nur in der ganzen Welt verstanden, es löst auch eine internationale choreographische Revolution aus.
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In January 1980, Pina Bausch's longtime life partner Rolf Borzik died. In the early years his stage designs and costumes significantly influenced the appearance of the Tanztheater. Following his death, Peter Pabst (stage) and Marion Cito (costumes) took over his work.
Im Januar 1980 stirbt Pina Bauschs langjähriger Lebensgefährte Rolf Borzik. Er hat in den Anfangsjahren mit seinen Bühnenbildern und Kostümen wesentlich das Gesicht des Tanztheaters geprägt. Nach seinem Tod übernehmen Peter Pabst (Bühne) und Marion Cito (Kostüme) seine Arbeit. Es sind poetische Räume, in denen nicht selten das Außen nach innen wandert und die Bühne zur Landschaft ausweitet. Es sind physische Räume, die die Bewegungen verändern. Wasser und Regen lassen die Körper durch die Kleidung scheinen; Erde macht jede Bewegung zum Kraftakt; Laub zeichnet die Schritte der Tänzer als Spuren auf. Vom Altbauzimmer bis zum kargen Holzboden von japanischer Strenge reicht die Variationsbreite dieser Räume. Die Kostüme können ebenso elegant wie skurril sein – von der großen Abendrobe bis zur kindlichen Lust an der Verkleidung. Wie die Stücke spiegeln Bühne und Kostüme den Alltag und überschreiten ihn doch immer wieder in Richtung einer traumhaften Schönheit und Leichtigkeit. Was in den Anfängen noch gerne übersehen wird: der Humor und die Schönheit, auch wenn sie im scheinbar Hässlichen liegt, wird im Laufe der Jahre immer besser verstanden. Allmählich wird klar, worum es dem Tanztheater geht: nicht um Provokation, sondern – mit Pina Bauschs Worten – "um etwas, in dem wir uns treffen können".
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The sadness and loneliness in "Bluebeard - When listening to a tape recording of Bela Bartok's opera Duke Bluebeard's Castle '" (1977), in which passages of music are repeated again and again, which many feel as torture. But from the beginning, Pina Bausch displays next to her talent for drama also humor, as in the Brecht / Weill double-bill "The Seven Deadly Sins" and "Do not be afraid" from 1976.
Von Kurt Jooss hat sie "Ehrlichkeit und Genauigkeit" gelernt. Beide Tugenden versteht die Choreographin für eine dramatische Durchschlagskraft zu nutzen, die bis dahin unbekannt war. Das führt in den ersten Wuppertaler Jahren zu Verstörungen bei Presse und Publikum. Die Konfrontation mit den wahren Beweggründen der Bewegungen schmerzt. Die Trauer und Verlorenheit in "Blaubart – Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Bela Bartóks Oper ,Herzog Blaubarts Burg'" (1977), bei dem Passagen der Musik wieder und wieder repetiert werden, empfinden viele als Folter. Doch von Anfang an beweist Pina Bausch neben dem Talent zur Dramatik auch Humor, wofür der Brecht / Weill-Doppelabend mit "Die sieben Todsünden" und "Fürchtet Euch nicht" von 1976 steht. Im zweiten, frei collagierten Teil treten auch die Männer in Frauenkleidern auf, spielt die Choreographin mit eingefleischten Rollenklischees, ebenso unterhaltsam wie amüsant.
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He has succeeded in reviving the Folkwang Ballet, later known as the Folkwang Dance Studio. Pina Bausch dances older and new works by Jooss, and assists him with choreography. In the absence of sufficient works for the Folkwang Dance Studio, she begins to choreograph herself, developing pieces such as "Fragment " or "Im Wind der Zeit" for which she receives the first prize at the Choreographic Competition in Cologne in 1969.
Nach zwei Jahren bittet Kurt Jooss sie, nach Essen zurückzukehren. Es ist ihm gelungen, das Folkwang-Ballett, das spätere Folkwang-Tanzstudio, wieder zu beleben. Pina Bausch tanzt in älteren und neuen Werken von Jooss, steht ihm auch choreographisch in seiner Arbeit zur Seite. Da es an genügend Stücken für das Folkwang-Tanzstudio fehlt, beginnt sie selbst zu choreographieren, entwickelt Stücke wie "Fragment" oder "Im Wind der Zeit", für das sie beim Choreographischen Wettbewerb in Köln 1969 mit dem ersten Preis ausgezeichnet wird. Als Gast choreographiert sie erste Arbeiten für Wuppertal, die mit Mitgliedern des Folkwang-Tanzstudios aufgeführt werden: "Aktionen für Tänzer" (1971) und das "Tannhäuser-Bacchanal" (1972). Zur Spielzeit 1973/74 engagiert sie der Wuppertaler Intendant Arno Wüstenhöfer als Leiterin des Wuppertaler Balletts, das sie schnell in Tanztheater umbenennt. Die Bezeichnung, schon in den 1920er Jahren von Rudolf von Laban entwickelt, ist Programm. Sie steht für eine Abkopplung von bloßer tänzerischer Routine und eine völlige Freiheit in der Wahl der Ausdrucksmittel. In schneller Folge entwickelt Pina Bausch neue Genres. Mit den beiden Gluck-Opern "Iphigenie auf Tauris" (1974) und "Orpheus und Eurydike" (1975) erarbeitet sie erstmals zwei Tanzopern. In "Ich bring dich um die Ecke..." (1974) betritt sie die Trivialwelt der Schlager, "Komm, tanz mit mir" verwendet alte Volkslieder, "Renate wandert aus" (beide 1977) spielt mit Klischees der Operette. Zu einem Meilenstein wird ihre Choreographie von Igor Strawinskys "Le Sacre du printemps" (1975). Die emotionale Wucht und physische Unmittelbarkeit dieses Stückes werden zu Kennzeichen ihrer Arbeit.
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The international development of the Tanztheater resulted in numerous co-productions: "Viktor", "Palermo Palermo" and "O Dido" in cooperation with Italy, "Dance Evening II (Tanzabend II)" in Madrid, "A tragedy (Ein Trauerspiel)" in Vienna, "Only You (Nur Du)" in Los Angeles, "The Window Cleaner (Der Fensterputzer)" in Hong Kong, "Masurca Fogo" in Lisbon, "Meadows (Wiesenland)" in Budapest, "Água" in Brazil, "Nefés in Istanbul," Ten Chi" in Tokyo," Rough Cut" in Seoul," Bamboo Blues " in India, and lastly a new piece 2009, a co-production with Chile, for which Pina Bausch will no longer be able to give a title.
International, wie sich das Tanztheater entwickelt, entstehen zahlreiche Koproduktionen: "Viktor", "Palermo Palermo" und "O Dido" in Zusammenarbeit mit Italien, "Tanzabend II" mit Madrid, "Ein Trauerspiel" mit Wien, "Nur Du" mit Los Angeles, "Der Fensterputzer" mit Hongkong, "Masurca Fogo" mit Lissabon, "Wiesenland" mit Budapest, "Água" mit Brasilien, "Nefés" mit Istanbul, "Ten Chi" mit Tokio, "Rough Cut" mit Seoul, "Bamboo Blues" mit Indien und als letztes das neue Stück 2009 als Koproduktion mit Chile, dem Pina Bausch selbst keinen Titel mehr geben kann. Die anfänglich so umstrittene Arbeit hat sich endgültig zu einem Welttheater entwickelt, das alle kulturellen Färbungen in sich aufnehmen kann und jeden Menschen mit dem gleichen Respekt behandelt. Es ist kein Theater, das belehren will, sondern das eine elementare Erfahrung des Lebens herstellen will, die jeder Zuschauer eingeladen ist, mit den Tänzerinnen und Tänzern zu teilen. Großzügig ist dieses Welttheater, gelassen in der Weltwahrnehmung und äußerst charmant im Umgang mit seinem Publikum. Es bietet ihm an, sich mit dem Leben auszusöhnen und auf den eigenen Lebensmut und die eigene Kraft zu vertrauen. Als Vermittler zwischen den Kulturen ist es ein Botschafter des Friedens und des gegenseitigen Verständnisses. Es ist ein Theater, das sich frei hält von jeglicher Ideologie und Dogmatik, das so vorurteilsfrei wie möglich die Welt anschaut und das Leben zur Kenntnis nimmt – in all seinen Facetten. Aus den Fundstücken jener Reise, die mit jedem Stück neu beginnt, aus den vielen kleinen Szenen und – mit den Jahren immer mehr – den zahllosen Tänzen fügt sich ein Weltbild von großer Komplexität, voller überraschender Wendungen. Das Tanztheater Wuppertal fühlt sich nur einem verpflichtet: dem Menschen und damit einem Humanismus, der keine Grenzen kennt.
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He has succeeded in reviving the Folkwang Ballet, later known as the Folkwang Dance Studio. Pina Bausch dances older and new works by Jooss, and assists him with choreography. In the absence of sufficient works for the Folkwang Dance Studio, she begins to choreograph herself, developing pieces such as "Fragment " or "Im Wind der Zeit" for which she receives the first prize at the Choreographic Competition in Cologne in 1969.
Nach zwei Jahren bittet Kurt Jooss sie, nach Essen zurückzukehren. Es ist ihm gelungen, das Folkwang-Ballett, das spätere Folkwang-Tanzstudio, wieder zu beleben. Pina Bausch tanzt in älteren und neuen Werken von Jooss, steht ihm auch choreographisch in seiner Arbeit zur Seite. Da es an genügend Stücken für das Folkwang-Tanzstudio fehlt, beginnt sie selbst zu choreographieren, entwickelt Stücke wie "Fragment" oder "Im Wind der Zeit", für das sie beim Choreographischen Wettbewerb in Köln 1969 mit dem ersten Preis ausgezeichnet wird. Als Gast choreographiert sie erste Arbeiten für Wuppertal, die mit Mitgliedern des Folkwang-Tanzstudios aufgeführt werden: "Aktionen für Tänzer" (1971) und das "Tannhäuser-Bacchanal" (1972). Zur Spielzeit 1973/74 engagiert sie der Wuppertaler Intendant Arno Wüstenhöfer als Leiterin des Wuppertaler Balletts, das sie schnell in Tanztheater umbenennt. Die Bezeichnung, schon in den 1920er Jahren von Rudolf von Laban entwickelt, ist Programm. Sie steht für eine Abkopplung von bloßer tänzerischer Routine und eine völlige Freiheit in der Wahl der Ausdrucksmittel. In schneller Folge entwickelt Pina Bausch neue Genres. Mit den beiden Gluck-Opern "Iphigenie auf Tauris" (1974) und "Orpheus und Eurydike" (1975) erarbeitet sie erstmals zwei Tanzopern. In "Ich bring dich um die Ecke..." (1974) betritt sie die Trivialwelt der Schlager, "Komm, tanz mit mir" verwendet alte Volkslieder, "Renate wandert aus" (beide 1977) spielt mit Klischees der Operette. Zu einem Meilenstein wird ihre Choreographie von Igor Strawinskys "Le Sacre du printemps" (1975). Die emotionale Wucht und physische Unmittelbarkeit dieses Stückes werden zu Kennzeichen ihrer Arbeit.