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Von Schwäbisch Gmünd, im östlichen Vorland der Alb, führt die Straße wie auf einer Himmelsleiter bergauf, am Rechberg vorbei nach Wißgoldingen, wo sich die Landschaft nach Süden öffnet. Hier, an einem Südwesthang, haben C 18 Architekten für den Schmuckdesigner Georg Spreng und dessen Familie ein Haus mit Atelier gebaut. Zur Straße hin ist es verschlossen, fällt es vor allem durch seine Fassade aus weißen, quadratischen Fließen auf, auch die kubische Form unterscheidet es von den Nachbarn. Aber es ist nicht so, dass sich das Haus vor den Nachbarn verschließt. Ein Turmzimmer mit einem Fenster zur Straße, die zum Haus führt, verortet das Haus in der Nachbarschaft. Kein Zaun hält den Besucher ab, auf das Grundstück zu treten und über eine Mauer hinunter auf den Teich im offenen Atrium und in den Wohnbereich der Hausherrn zu blicken. Symmetrisch liegen hier zu zwei Seiten zwei Eingänge, mit zwei dicken roten Klingelknöpfen. Man kann hier schon einiges von diesem Haus mitbekommen, davon, wie sich das Innen mit dem Außen verschränkt, davon, dass man es hier mit einem besonderen Haus zu tun hat.
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