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Carsten Wieland, director de la KAS en Colombia, afirmó en su discurso de apertura que Fajardo ha mostrado que entre gobierno y ONGs, empresarios y sindicatos, empresarios y ONGs, etc, no tiene que haber necesariamente una contradicción. Por medio de su política de la integración, más allá de los intereses particulares y de la pugna entre partidos, Fajardo ha trazado un camino que muchos apoyan.
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Im bis zum letzten Platz gefüllten Rathaus-Saal von Ibagué empfingen Bürger und Amtsträger der Stadt den beliebtesten Bürgermeister Kolumbiens. Sergio Fajardo - wie immer in Jeans und hochgekrempeltem Hemd - zog das Publikum mit Erfahrungen aus seiner Heimatstadt Medellín in den Bann. Im Ausland noch häufig als Drogen- und Gewaltmetropole verrufen, hat sich die Stadt unter dem parteiunabhängigen Mathematik-Professor in eine Modellstadt in vieler Hinsicht entwickelt: Die Gewalt ist drastisch zurück gegangen, die Reintegration von ehemaligen Kämpfern schreitet voran, eine regionale Versöhnungskommission ist geplant, und die Stadt finanziert Bibliotheken, Grünflächen und Technik-Parks "dort wo es am nötigsten ist", wie Fajardo betonte, nämlich in den Armenvierteln der Stadt. Die Bürger belohnen ihn mit einer Sympathie-Rate von mehr als 80 Prozent. Fajardo animierte die Bürger und Amtsträger von Ibagué, Ideen aus Medellín zu übernehmen und sich konsequent für eine Beteiligung der ärmeren Bevölkerung an der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung einzusetzen. Ibagué selbst leidet unter einer der höchsten Arbeitslosenquoten Kolumbiens. Carsten Wieland, Leiter der Konrad Adenauer Stiftung in Kolumbien, sagte in seiner Begrüßungsrede, Fajardo habe gezeigt, dass nicht notwendigerweise Gegensätze bestehen müssten zwischen Regierung und NGOs, zwischen Unternehmern und Gewerkschaften oder NGOs und Unternehmern etc. Mit seiner Politik der Integration habe Fajardo jenseits von Partikularinteressen und Parteienstreit einen Weg aufgezeigt, den viele ünterstützten. Bekämpfung der Armut sei mehr als das Verteilen oder Umverteilen von Geld, sondern die Beteiligung von Menschen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten. Die Tür für eine vertikale Mobilität müsse in Kolumbien geöffnet und der Kreislauf der Reproduktion von Eliten durchbrochen werden. An der Veranstaltung nahm auch der konservative Senator Luis Humberto Gómez Gallo teil, der aus Ibagué stammt und seit Januar Vize-Präsident der Organización Demócrata Cristiana de América (ODCA) ist.
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