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Auch in der von Massimiliano Gioni kuratierten Schau kann man es sich bequem machen. Die Installation 4th Floor To Mildness, Rists jüngstes Werk, lädt die Besucher dazu ein, sich auf eines der gut ein Dutzend Betten zu legen. So können sie sich ganz entspannt in die Bilder versenken, die auf zwei amöbenartig geformten Leinwänden an der Decke zu sehen sind. Zu einem hypnotischen Soundtrack bewegt sich die Kamera zwischen Seerosen und Schwimmern durch das Wasser eines Flusses. Die Aufnahmen entstanden an einem Sommertag am Rhein, in der Nähe von Garbs, wo die Künstlerin aufwuchs. Sie versteht diese Arbeit als Einladung zum "gemeinschaftlichen Tagträumen". Dass ihr einige Kritiker vorwerfen, Arbeiten wie diese seien eskapistisch, stört sie nicht. "Eskapismus ist eine Möglichkeit", so Pipilotti Rist. "Die Möglichkeit, die Augen zu schließen und zu träumen, ist für mich gleich viel wert wie die Realität."
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