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Ihr Ansatz ist durchaus politisch. Allerdings ist sie sich der Widersprüche der ästhetischen Rezeption im Kunstbetrieb bewusst, wie in ihrem ausführlichen Gespräch mit dem Chefkurator der Stockholmer Kunsthalle Magasin 3, Richard Julin, deutlich wird, der hier von Februar bis Juni dieses Jahres bereits eine Einzelausstellung mit Pipilotti Rist gezeigt hat. "Mich interessiert das Demokratische an der Kunst", sagt Rist, "und doch lebe ich von der Fetischisierung." Es könnte also gut sein, dass ihr Ansatz in Japan weit weniger irritiert als in Europa. Schon die extrem verfeinerte traditionelle japanische Hochkultur hat einen starken Hang zur Fetischisierung, der auch in der nicht weniger ausgefeilten Alltags- und Konsumkultur des modernen Japan deutlich ist, angefangen bei der Mode, über Musik, Comic oder Computerspiele bis hin zur Pornographie.
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