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Nach der ersten großen, an Materialfülle kaum zu überbietenden Ausstellung, wurde anschließend im Kontrast dazu mit dem Thema "Fast Nichts" die Frage nach der Reduktion künstlerischer Produktion gestellt. Sie war, wie die nachfolgende Ausstellung "Jenseits des Kinos - die Kunst der Projektion" ein hervorragendes Beispiel für thematische Ausstellungen aus der Sammlung. "Jenseits des Kinos - die Kunst der Projektion", die das aktuelle Thema Film in der bildenden Kunst aufgriff, wurde gemeinsam mit dem kanadischen Künstler Stan Douglas und Christopher Eamon, Kurator einer amerikanischen Privatsammlung, von den Mitarbeitern des Hamburger Bahnhofs erarbeitet. Die Einbeziehung eines Künstlers der Sammlung bei der Ausstellungsgestaltung war einer der neuen Wege, die hier erfolgreich mit der Unterstützung des Sammlers beschritten wurden. 2007 hat das Museum anlässlich des frühen Todes des amerikanischen, mit Hauptwerken in der Sammlung vertretenen Künstlers Jason Rhoades eine thematische Ausstellung unter dem Titel "there is never a stop and never a finish" kuratiert, die sich der Verwendung verworfener bzw. vorgefertigter Materialen in der aktuellen Kunst als Reflex auf die inflationäre Massenproduktion westlicher Gesellschaften widmete.
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