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Verschiedene Theorien, eine weiter hergeholt als die andere, wurden mit den dürftigsten Beweisen aufgestellt, um verschiedene Völker als die zehn verlorenen Stämme zu identifizieren. Kaum ein Volk, von den Japanern bis zu den Briten und von den Indianern bis zu den Afghanen, das nicht vorgeschlagen wurde, und kaum eine Gegend, unter ihnen Afrika, Indien, China, Persien, Kurdistan, der Kaukasus, die USA und Großbritannien. Besondere Aufmerksamkeit verdient die phantastische Reiseerzählung, berichtet von Arson (Antonio) Levi de Montezinos, der bei seiner Rückkehr von Südamerika nach Amsterdam im Jahre 1644 eine bemerkenswerte Geschichte erzählte, daß er Indianer jenseits des Gebirgspasses der Cordilleren gefunden habe, welche ihn begrüßten und dabei das Shema vortrugen. Unter denen, welchen Montezinos seine Urkunde vorlegte, war Manasseh Ben Israel, damals Rabbi von Amsterdam, der die Geschichte voll akzeptierte, und ihr gab er seine "Hope of Israel" (Israels Hoffnung), (1650, 1652) hin, welche er dem englischen Parlament widmete. In Kapitel 37 faßt er seine Funde in folgenden Worten zusammen:
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