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Zu sehen ist Barradas ebenso lakonische wie eindrucksvolle Serie jetzt in der Ausstellung Cross-border im ZKM in Karlsruhe. Die Schau präsentiert Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen aus dem arabischen Mittelmeerraum, die sich mit kulturellen, politischen und territorialen Grenzen auseinandersetzen. Cross-border stellt eine Region vor, deren Kunstszene gerade international auf verstärktes Interesse stößt. Nicht erst seit Beginn des Arabischen Frühlings befinden sich Staaten wie Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten oder Libanon in einem politischen und kulturellen Aufbruch. Das reflektieren die Künstlerinnen der Ausstellung auf ganz unterschiedliche Weise. Dabei bewegen sie sich häufig zwischen den Welten - zwischen Nordafrika und Europa, einheimischen Traditionen und der westlichen Moderne. Als Nomadin versteht sich die in Kairo geborene Künstlerin Anna Boghiguian, die mit ihren skizzenhaften Zeichnungen auch auf der 13. documenta vertreten war. Sie verbindet figurative Elemente und Texte zu einer Art visuellem Tagebuch. Faten Rouissi reagiert mit ihren Arbeiten ganz unmittelbar auf die politischen Umbrüche in ihrer Heimat Tunesien. Wracks von Autos, die bei den revolutionären Unruhen ausbrannten, verwandelt sie bei Performances in Kunstobjekte. Während sich die Fotoarbeiten der in Kanada lebenden Libyerin Arwa Abouon mit der Rolle muslimischer Frauen beschäftigen, geht es in Bouchra Khalilis Videos aus der Serie Mapping Journey um das Schicksal von Migranten, deren Schicksal immer wieder von territorialen und politischen Grenzen bestimmt wird.
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