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to "i", dakle to zbrajanje ne treba shvatiti kao nasumicno nizanje slucajnoga, ciji je cilj da prikrije proturjecja, dakle kao politicko-propagandisticko otvaranje razlicitih socijalnih polja, nego kao raznolikost privremenih saveza, kao produktivno ulancavanje onoga sto po sebi nikada nije glatko pasalo, i sto se je neprestano grubo trljalo jedno o drugo i upravo kroz to trljanje napredovalo ili se takodjer iznova razdvajalo.[14] To "i" odupire se ujedno nestajanju u jednoj velikoj jedinstvenoj fronti, kao sto pruza otpor rasipanju, parceliziranju i frakcioniranju.[15]
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Wie die prekären Praxen des noborder-Netzwerks, der Grenzcamps und Karawanen darauf hinarbeiten, den nationalen Rahmen zu überwinden, so durchbrechen deren transversale Linien auch die Hermetik von partikularistischen Teilöffentlichkeiten und abgeschotteten Subkulturen. Das meint nun wesentlich mehr und anderes als die abgestandene Begrifflichkeit der Inter- oder Transdisziplinarität und die Praxen, die diesen Begriff akademisiert haben. Es meint etwa im Feld der Kunst nicht mehr die Auflösung der Disziplinengrenzen in den diversen Praxen zwischen Happenings und Performances, sondern felderübergreifende Kooperationen von KünstlerInnen, TheoretikerInnen, AktivistInnen, etc. Indem transversale Linien tendenziell transsektoral mehrere Felder durchziehen, verketten sie gesellschaftliche Kämpfe und künstlerische Interventionen und Theorieproduktion und... Dieses UND, die Addition ist nicht als wahlloses und widerspruchsverdeckendes Aneinanderreihen von Zufälligem zu verstehen, als politisch-propagandistisches Aufrollen verschiedener sozialer Felder, sondern als Vielfalt temporärer Allianzen, als produktive Verkettung von nie glatt Zusammenpassendem, ständig sich Reibendem, durch diese Reibung Vorangetriebenem oder auch sich wieder Auflösendem.[13] Das UND wendet sich zugleich gegen das Aufgehen in einer großen Einheitsfront wie gegen Zersplitterung, Parzellierung und Fraktionierung.[14] Es arbeitet also nicht wie der gefräßige Inklusionsmechanismus, der in nimmersatten Parteiapparaten Widerspruchsfreiheit durch Anpassungsgebote erzeugt, auch nicht im Stil des Mainstreams von attac, als Hybrid von Greenpeace und Gewerkschaft, einerseits geil auf Mitglieder, andererseits besonders geschickt im Gründen von Sektionen. Die Aufteilung der Bewegung in wirtschaftspolitische, landwirtschaftliche, künstlerische, feministische, etc. "Teilgewerkschaften", die Beschränkung der einzelnen spezifischen Kompetenzen auf die Klischees ihrer Subsektoren (etwa die (Selbst-)Beschränkung von KünstlerInnen auf Illustrationen oder das Rekrutieren von Promis) sind das genaue Gegenteil der addierenden Funktion der Transversalität. Gegen das Prinzip des arbeitsteiligen Delegierens stellen transversale Linien eine Praxis des Durchquerens. Gegen die alten Vernetzungs-, Fragmentierungs- und Vereinheitlichungsstrategien braucht die Verkettung der Mannigfaltigkeit weder Fragmentierung noch Konsens, höchstens eine ständig erneuerte Differenzierung zwischen Macht und Widerstand.
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