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Begründung: Der globale Klimawandel und seine Folgen stellen eine greifbare Gefahr für unsere Gesellschaften dar. Schon heute sind die Konsequenzen des globalen Temperaturanstiegs zu spüren. Dazu gehören vermehrte extreme Hitzeperioden in europäischen Städten genauso wie die "Jahrhundertfluten", die inzwischen alle 10 Jahre auftreten und verheerende Folgen haben. So waren von der "Jahrhundertflut" 2013 neun Bundesländer betroffen, in 55 Landkreisen musste Katastrophenalarm ausgerufen werden und zehntausende Menschen mussten für Wochen ihre Wohnungen verlassen. Die weltweiten Folgen des Klimawandels, vom Schmelzen der Gletscher bis zu vermehrt auftretenden extremen Wetterereignissen wie Dürren und Hurrikanen sind so zahlreich, dass sie hier nicht alle genannt werden können. Nahezu alle Regierungen der Welt stimmen überein, dass eine Erwärmung um mehr als 2°C sehr gefährlich wäre und durch katastrophale Rückkopplungen dazu führen könnte, dass auf unserem Planeten menschliches Leben unmöglich wird. Die Zahlen sprechen für sich: Aktuell steuern wir darauf zu, fünfmal so viele fossile Brennstoffe zu verbrennen wie laut vorsichtiger Schätzungen tragbar wäre. Wenn wir den Temperaturanstieg unter 2°C halten wollen, müssen wir also dafür sorgen, dass 80% der bekannten Vorkommen fossiler Brennstoffe unter der Erde bleiben. Erdöl-, Kohle- und Gaskonzerne erschließen aber weiterhin ohne Rücksicht auf unsere Lebensgrundlagen und auf junge Generationen in alarmierendem Tempo die bestehenden Vorkommen und geben Milliarden aus, um noch mehr fossile Brennstoffe zu finden. Dabei schrecken sie auch nicht vor hochriskanten und umweltzerstörenden Methoden wie Fracking, Mountain Top Removal, Tagebau, Offshore Drilling und dem Abbau von Teersanden zurück. Als Konsequenz sollten alle Investitionen in diese Industrien schnellstmöglich eingestellt werden. Dabei sind nicht nur private Investoren gefragt, sondern insbesondere öffentliche Institutionen und große Organisationen wie Städte, Kommunen, Universitäten, Kirchen, Stiftungen oder auch Finanzinstitute. Zum einen sind gerade diese Akteure in besonderer Weise dem Gemeinwohl verpflichtet und müssen sich vor ihren Bürgerinnen und Bürgern, ihren Mitgliedern und vor der Gesellschaft verantworten. Zum anderen haben sie einen Vorbildcharakter in unserer Gesellschaft und können dadurch weit mehr bewirken als ihr eigenes Investmentpotential zunächst vermuten lässt. Unsere öffentlichen Gelder sollten in eine lebenswerte Zukunft investier
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