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Öfter schon habe ich gesehen, wie junge Menschen in Medjugorje starke Erfahr-ungen durchleben, die sie unvorbereitet treffen. Vielen bin ich so begegnet, darunter einem Mädchen, Veronique, die gekommen ist, weil ihre Cousine sie eingeladen hatte, und die nicht einmal wusste, warum sie kam. Wir reisten im selben Bus und sie war sehr erstaunt, verwundert, alles erschien ihr fremd, sie verstand nichts von dem, was wir taten, ... aber als wir ankamen, war auch sie sofort von der Gnade ergriffen und entdeckte die Schönheit und die Freude zu glauben. In wenigen Tagen machte sie einen unerhörten Weg! - Die häufigste Frage, die die Jugendlichen mir stellen, ist: was geschieht nach diesen Tagen hier in Medjugorje, wenn wir wieder zu Hause sind? In den persönlichen Gesprächen raten wir den jungen Menschen, zu versuchen, daheim jeden Tag eine kurze Zeit im persönlichen Gebet mit Gott zu leben und wenn möglich sich einer Gebetsgruppe anzuschliessen, wo sie ihre eigenen Erfahrungen austauschen können, so wie die Muttergot-tes es uns in ihren Botschaften rät. Maria gab uns die fünf Instrumente, die nunmehr allen bekannt sind, aber nicht immer fällt es jungen Menschen leicht, z.B. das Fasten zu leben. Sich in einer kleinen Gebetsgruppe wiederzufinden kann ihnen helfen, die in Medjugorje erhaltene Gnade zu leben, so dass sie langsam die Wurzeln ihres Lebens durchdringt und umwandelt. Ich möchte noch etwas beifügen: unsere Pilgerfahrt stand unter einem besondern Thema - ,,Lasst euch vom Geist leiten" (vgl. Gal 5,16). Ich sehe, dass hier in Medjugorje christliches Leben leicht gemacht wird. Häufig sagen die Jugendlichen, dass es anspruchsvoll ist. Auch zeigt unsere Erfahrung, dass es häufig nicht leicht ist, Christus in unserm Alltag nachzufolgen, mit all dem, was uns die Welt vor Augen führt; aber wir spüren auch, dass durch Maria alles einfacher wird. Wahrlich, diese Mutter, die uns bei der Hand nimmt, hilft uns mit grosser Zärtlichkeit und Einfachheit Christus nachzufolgen. Sie, die erfüllt ist vom Heiligen Geist, hilft uns, alles in der Kraft des Geistes und nicht kraft unsrer Fähigkeiten zu tun. Ý
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