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The objects she created in Berlin starting in the late 1960s have something graspable in the true sense of the word, almost didactic: stuffed plush crucifixes, which could be as big as a body, crosses that hang on strings like marionettes or, containing "armpit bumps," become phallic symbols.
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Ab den späten 1960er Jahren entstehen eine Vielzahl von Objekten und Entwurfszeichnungen, ein formaler Kanon, in dem wenige, bestimmte Elemente immer wieder durchdekliniert werden: Kreuz, Herz, Blume, Kind, Kasten, Kubus, Licht, Glas. "Aus der Kinderzeit und der Zeit der frühen Jugend tauchen wieder die stofflichen Symbole des Kostbaren auf, die mit diesen Sehnsüchten konform gehen, die sie hervorrufen, bestätigen, und dadurch ein eigenartig wissendes Glücksgefühl zeitigen", schreibt Pfisterer bereits 1973. Inzwischen hat sie in Berlin eine Ausbildung zur Ergotherapeutin in der Psychiatrie gemacht und studiert Soziologie. Die Objekte, die in Berlin seit den späten 1960ern entstehen, haben etwas im wahrsten Sinne des Wortes Begreifbares, fast Didaktisches: ausgestopfte Plüschkreuze, die auch körpergroß sein können, Kreuze, die wie Marionetten an Fäden hängen oder mit Glühbirnen versehen und mit diesen "Achselbeulen" zum Phallussymbol werden. Pfisterer entwirft Herzformen, Pappmache- und Holzherzen. Sie bestückt für Blumenbaby (1972) eine kleine Krippenfigur mit Blumen. Ihre Objekte arrangiert sie immer wieder neu, filmt, wie Freunde sie in die Hand nehmen, sie kneten, auf ihnen sitzen, mit ihnen spielen. Ihre Zeichnungen aus der Sammlung Deutsche Bank, wie Objektzeichnung: blaues, dickwandiges erleuchtetes Glasbett (1979) oder Zeichnung: (pseudo-)drei-dimensionale Wolke mit zweidimensionalen Sternen (1979) zeigen, wie fein der Grat zwischen formaler Abstraktion, Utopie und Gebrauchsgegenstand in Pfisterers Kosmos sind.
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