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Although a relatively delicate incarnation predominates, one also senses the strength of expression in all the faces, painterly aggression or frustration resonating in them at the same time. Women's portraits of men, which are nevertheless all portraits of a female painter, and in which much femininity seems to develop as a physical coupling with the male dominant position.
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werden erstmalig Gemälde gezeigt, in denen die Malerin nicht mehr die Hauptakteurin ist. Zwar ist sie auf den zwei chronologisch ersten noch selbst nackt zugegen, aber auf den anderen, alle haben das gleiche Format von 2 x 3 m, stehen andere Personen monumental im Vordergrund. Sie zeigen Porträts aus Bildern vorrangig des 18. und 19. Jahrhunderts, von Niederländern, Prä-Raffaeliten u.a.: Jesus und Maria, Madame Ferrand über Newton meditierend, Madame Recamier von Gerard oder Madame Riviere von Ingres; auch Schriftsteller und Musiker des letzten Jahrhunderts: Rimbaud, Brel, Cohen oder Cat Stevens, und sogar ihre Mutter sowie ein anonymer Yogi in einer schwierigen Position. Das ist es überhaupt, schwierige Positionen, denn obwohl alle Akteure auf einem sehr dünn und gestischen weißem Untergrund aufgetragen wurden und in den Krystufekschen Stilmitteln gehalten sind, erleben wir sie als Anwesende, als unvermittelt Schauende oder fordernde Gegenüber. Gleichwohl ein eher zartes Inkarnat vorherrscht, empfindet man auch die Ausdrucksstärke aller Gesichter, in denen zugleich malerisch Aggression oder Frustration mitschwingen. Frauenporträts von Männern, die dennoch alle Porträts einer Malerin sind, und in denen sich viel Weiblichkeit als eine physische Kopplung auf die männlich dominierende Position zu entwickeln scheint.
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