|
|
Riding the anti-immigration wave, heavily supported by Jyllands-Posten, Anders Fogh Rasmussen of the liberal party swept into power in the fall of 2001, shortly after the events of 9-11. Mr. Fogh Rasmussen promised a hard-line on immigration, one that he has indeed delivered, as well as involving Denmark more directly in the war on terror, leading to Denmark joining the invasion of Iraq, as well as deploying troops in Afghanistan. However, what I would like to investigate here is not the issue of on what grounds Denmark joined the war, but rather to look at the cultural aspects of this policy change, and the image production that it attests to. In my view, whether or not there was any grounds to go to war with Iraq – that is whether the alleged weapons of mass destruction actually were there or whether the politicians really believed they were there – is not the right question, since there was plenty of reasons to go to war, and indeed to continue to go to war(s) in the region, within the cultural-political logic established within the new right and center politics of anti-immigration and cultural difference and autonomy. Within this logic, going to war in Afghanistan, Iraq or elsewhere in the Muslim world are not acts of aggression, but of defense: the Christian, although mainly secular, Western world defending its culture against the threat of Islam. And within this logic there can be no separation made between real and imagined threats, since perception equals reality, since a specific narrative creates hegemony, filling the empty signifiers with particular but universalizing content.
|
|
|
Anders Fogh Rasmussen von der Liberalen Partei kam, auf der Antieinwanderungswelle schwimmend und dabei stark von Jyllands-Posten unterstützt, im Herbst 2001 an die Macht, kurz nach den Ereignissen des 11. September. Fogh Rasmussen versprach eine harte Linie gegenüber der Einwanderung, ein Versprechen, das er in der Tat gehalten hat, ebenso wie die direktere Involvierung Dänemarks in den „Krieg gegen den Terror“, was dazu führte, dass Dänemark an der Invasion des Irak teilnahm und auch Truppen in Afghanistan einsetzte. Ich möchte hier aber anstatt der Gründe, warum Dänemark sich an diesem Krieg beteiligte, lieber die kulturellen Aspekte dieses Politikwechsels untersuchen und die Imageproduktion, die sie ausdrückt. Meiner Meinung nach ist die Frage, ob es einen Grund gab, mit Irak Krieg zu führen – d.h. ob es tatsächlich, wie behauptet, Massenvernichtungswaffen dort gab oder die PolitikerInnen wirklich glaubten, dass es sie gab – nicht die richtige Frage. Es gab genug Gründe, um in den Krieg einzutreten und innerhalb der kulturell-politischen Logik der Antieinwanderungspolitik sowie der Politik der kulturellen Differenz und Autonomie, wie sie von der neuen Rechten und der politischen Mitte verfolgt wird, auch weiterhin damit fortzufahren, Kriege in dieser Region zu führen. Innerhalb dieser Logik ist der Einmarsch in Afghanistan, Irak oder anderswo in der islamischen Welt kein Akt der Aggression, sondern der Verteidigung: die christliche, obgleich hauptsächlich säkulare westliche Welt verteidigt ihre Kultur gegen die Bedrohung durch den Islam. Und innerhalb dieser Logik kann es keine Trennung zwischen realen und imaginären Gefahren geben, da die Wahrnehmung mit der Realität gleichgesetzt wird, und eine bestimmte Erzählung eine Hegemonie erschafft, die die leeren Signifikanten mit einem partikularen, aber universalisierenden Inhalt füllt.
|