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Concurrent with Bowles’ show at Tegnerforbundet, Oslo Kunstforening (Oslo Fine Art Society) presented a solo exhibition of Liv Tandrevold Eriksen’s precise drawings in ink and acrylic paint. Thematically, their point of departure was cinematization of intermediate states between dream and reality, and the young girl’s transition from child to adult, situated in a terrifying fictive universe.
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Parallel zu Bowles’ Ausstellung in der Tegnerforbundet fand in der Oslo Kunstforening (Oslo Fine Art Society) eine Einzelaustellung von Liv Tandrevold Eriksens statt, in der ihre mit Tinte und Akrylfarben angefertigten Werke gezeigt wurden. Thematisch gesehen war der Ausgangspunkt der Arbeiten die Idee, Zustände zwischen Traum und Realität filmisch zu dokumentieren, oder auch die Verwandlung junger Mädchen zu einer erwachsenen Frau, angesiedelt in einem furchteinflößend fiktiven Universum. Auch hier spielen populärkulturelle Referenzen eine tiefergehende Rolle. Während das amerikanische Kult-Musical The Wizard of Oz an einem Ende des Spektrums steht, bilden Horrorfilme wie Poltergeist, Der Exorzist und Ringu das andere Extrem. So, wie Zeichnungen als das authentischste und persönlichste künstlerische Ausdrucksmittel gesehen werden – man kann auf ihnen direkt von den Händen darauf zurückgelassene Spuren feststellen – geben sie auch eine Stellungnahme in puncto kommerzielle Massenmedien ab. Tandrevold Eriksen z. Β. bildet das typische Flimmern des Fernsehgeräts nach, mit der charakteristischen groben Bildkörnung und den aus der Nähe sichtbaren Streifen des Bildschirms. Die Horrorfilme nehmen Bezug auf all die betroffenen jungen Mädchen, Opfer hautnaher Begegnungen mit übernatürlichen Kräften. Charakteristische Portraits der Hauptfiguren, wie z.B. Carol-Anne und Regan Teresa, erinnern an Filmbilder, die wie verdrehte Harmlosigkeit wirken. Am stärksten macht sich das Unbehagen jedoch bei den beiden Arbeiten Ringu breit. Durch seine fast dreidimensionale schwarze Gestaltung wird das ikonenhafte lange, schwarze Haar zu einem grauenerregenden imaginären Zeichen für verborgenen Horror – der Rahmen bildet dabei den Behälter für die dämonisierte Bildlichkeit. Ein dünner Streifen schwarzer Farbe rinnt an der Innenseite des Glases herunter. Die Handlung in Ringu dreht sich um die Annahme, dass Sehen mehr ist als eine passive, harmlose Handlung. Sehen verursacht eine Art Tod – bereits durch das bloßen Ansehen eines Videos unterzeichnet der Zuseher quasi sein Todesurteil. Die durch Blicke provozierten Todesfälle machen die Augen zu den mächtigsten und unheimlichsten Filmelementen, wie wir schon in Poltergeist miterleben durften. Lebenden Bildern werden – allein aufgrund ihrer ihnen eigenen Charakteristik – böse Kräfte zugeschrieben. Der Bildschirm hingegen, den Tandrevold Eriksen zeigt, ist lediglich eine dünne Membran zwischen unserer Welt und der anderen Seite, eine
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