|
|
Would it be sufficient to achieve certain social, political, ecological (minimum) standards that check the "negative effects" of a globalization that is desirable in itself; or is that which is called globalization based on a principle that generates such effects in a regular way - by permanently circumventing existing standards, seeking out their loopholes, shifting their purposes? Finally, is that which is designated "globalization" even something, with respect to which a position either for or against it may be taken?
|
|
|
3. Einstweilen scheint noch nicht einmal ausreichende Klarheit über die viel beschworene Globalisierung zu bestehen, darüber, wie sich der Protest nun eigentlich zu ihr verhält. Gewiss, der Protest richtet sich gegen eine neoliberale Globalisierungspolitik - aber sind nicht auch die "weltumspannenden" Informations- und Kommunikationsnetze, in denen er sich organisiert, Teil der Globalisierung? Also: Sind die DemonstrantInnen nun eigentlich gegen die Globalisierung oder doch für sie? Wenn sie für die Globalisierung sind - für eine Globalisierung jedenfalls, die bestimmten sozialen Forderungen genügen würde -, welche Globalisierung ist es dann, für die sie einstehen? Welche Globalisierung ist es andererseits, gegen die sich die DemonstrantInnen und AktivistInnen wenden? Würde es etwa genügen, bestimmte soziale, politische, ökologische (Mindest-) Standards durchzusetzen, die die "negativen Effekte" einer an sich wünschenswerten Globalisierung eindämmen; oder liegt dem, was Globalisierung genannt wird, ein Prinzip zu Grunde, das solche Effekte regelhaft erzeugt - und zwar auch, indem es bestehende Standards unaufhörlich umgeht, ihre Lücken aufsucht, ihre Zwecke verschiebt? Schließlich: Ist das, was der Name "Globalisierung" bezeichnet, überhaupt etwas, für oder gegen das sich Position beziehen lässt, oder bezeichnet dieser Name eher eine Art historische Gesetzmäßigkeit, der wir unterliegen, sozusagen die unausweichliche historische Wahrheit der Welt, in der wir situiert sind?
|