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Das Prinzip hier ist sehr einfach. Wie Derrick geschrieben hat, "Jedes soziale System, das auf nicht erneuerbaren Ressourcen aufbaut, ist per Definition nicht nachhaltig."[8] Nur um das klarzustellen, "nicht erneuerbar" heißt, dass sie irgendwann alle sind. Sobald man diese intellektuell komplexe Tatsache begriffen hat, kann man zur nächsten Stufe vordringen. "Jede Kultur, die auf der nicht erneuerbaren Verwendung von erneuerbaren Ressourcen aufbaut, ist ebenso wenig nachhaltig." Bäume sind erneuerbar. Aber wenn wir sie schneller verbrauchen als sie wachsen, wird der Wald zu einer Wüste werden. Was genau das ist, was die Zivilisation in ihrem 10.000 Jahre währenden Feldzug getan hat, in dem sie Land, Flüsse und Wälder durchgebracht hat, ebenso wie Metall, Kohle und Öl. Jetzt sind die Meere fast tot und ihre Plaktonbestände brechen zusammen, Bestände, die das Leben der Meere füttern und Sauerstoff für den Planeten erzeugen. Was wird unsere Lungen füllen, wenn sie verschwunden sind? Das Plastik, mit dem die industrielle Zivilisation sie ersetzt? In Teilen des Pazifik überwiegt Plastik Plankton 48 zu 1.[9] Stell dir vor, es wäre dein Blut, dein Herz, das mit giftigen Materialien vollgestopft wird - nicht nur Chemikalien, sondern eine klebrige Masse davon - bis zehn mal mehr davon da ist als von dir. Welche Metapher ist angebracht für das sterbende Plankton? Krebs? Ersticken? Eine Kreuzigung?
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