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This war claims its victims in Afghanistan or Iraq, in Latin America or Palestine, but it also claims its victims where there is supposedly peace and democracy: in the offices and factories, in schools and families, in love relationships and ruined marriages, in the situation of homeless youth, in the sexual misery of the youth, in organised child abuse (as uncovered lately in Belgium, France and Spain). And finally in the hopeless situation of people who can not handle the lies of the existing culture any longer: every thirty minutes somebody commits suicide in Germany.
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Wir nehmen indirekt teil am Krieg, weil wir keine Zeit haben zu begreifen, was da eigentlich geschieht. Unsere Kultur ist so eingerichtet, dass niemand Zeit hat zu begreifen, was da eigentlich geschieht. Wir nehmen teil am Krieg, weil wir teilnehmen an einer Zivilisation, die überall den Krieg erzeugt. Der Krieg ist ein Bestandteil unserer Zivilisation, unserer Wirtschaft, unseres Konsums und unserer Vorstellungen vom Leben. Unsere eigene, westliche Gesellschaft lebt von Rüstungsindustrie und Waffenhandel, vom Krieg gegen die Natur, vom Krieg gegen die Dorfgemeinschaften und die Bauern der sog. Dritten Welt, vom Krieg gegen die Liebe, vom Krieg gegen die geistigen Anker und Heimatplätze der menschlichen Gattung. Dieser Krieg fordert seine Opfer in Afghanistan oder Irak, in Lateinamerika oder Palästina, aber er fordert seine Opfer auch dort, wo angeblich Frieden und Demokratie herrschen: in den Büros und Fabriken, in den Schulen und Familien, in den Liebesbeziehungen und gescheiterten Ehen, in der Situation heimatloser Jugendlicher, im sexuellen Notstand der Jugend, in den Seilschaften des organisierten Kindesmissbrauchs, wie sie in Belgien (Dutroux) und jetzt in Frankreich und Spanien aufgedeckt wurden. Und schließlich in der auswegslosen Situation von Menschen, die im Lügenwerk der bestehenden Kultur nicht mehr zurechtkamen: Jede halbe Stunde begeht ein Mensch in Deutschland Selbstmord.
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