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'While assisting people who were facing the fact of their death, I tried to help them talk about their fears and worries. I witnessed the settlement when they could speak out what was troubling them inside. That made me see the need for what I call "companion-counsellors". These are carefully trained people who enable the dying to talk through their fears, worries, hopes, aspirations, about everything that needs settling. There is a system in those nearing death that insists on having that settlement. It's rather like a woman in the last weeks of pregnancy - suddenly there is an insistence in her to clean, sort and get things ready for the new arrival. It's similar when somebody approaches their departure, the internal systems promote the need to get things sorted.'
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Judith erklärt, dass erfahrungsgemäß am Ende jeden Lebens ein innerliches Aufräumen und ein Mit-sich-zur-Ruhe-Kommen stattfinden. Diese Prozesse brauchen oft Hilfe und Unterstützung. "Wenn ich jemanden im Sterbeprozess begleite, bemühe ich mich ihm zu helfen über seine Ängste und Sorgen zu reden. Ich beobachte oft, wie sich viele Dinge wie von selbst regeln, wenn der Sterbende in der Lage ist, das was ihn innerlich quält oder beunruhigt, auszusprechen. Darum sind Sterbebegleiter so sinnvoll und wichtig. Entscheidend ist eine sorgfältige Ausbildung des Sterbebegleiters , damit er dem Sterbenden helfen kann, seine letzten Ängste, Sorgen, Hoffnungen und Sehnsüchte auszusprechen, alles das, was sich vor dem Sterben im Innern beruhigen sollte. Dies ist unerlässlich, vergleichbar den letzten Schwangerschaftswochen, wenn die werdende Mutter plötzlich nicht mehr aufhört zu putzen, aufzuräumen und alles für den Neuankömmling vorzubereiten. Genauso geht es dem Sterbenden - es entsteht in ihm der Drang innerlich aufzuräumen. In dieser Aufräumphase beizustehen ist eine der wichtigen Aufgaben des Sterbebegleiters. Der Prozess des Ablebens kann Stunden, Wochen, ja Monate dauern. Dabei kann vieles durchgesprochen werden, praktische Dinge werden geregelt, ein Testament wird geschrieben, man will vielleicht seine Krankheit besser verstehen lernen und wie man sich auf ihr Fortschreiten einstellen kann. Auch ist oft die Frage wichtig, wie die Angehörigen auf das Sterben vorbereitet werden, um mit innerer Zustimmung dem Abschied gefasst entgegenzusehen.
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