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It is a world of simple things, beyond its use- and exchange value, a chaotic universe made of packages, pornographic images, incense sticks, circulated postcards, worn-out vinyl records, pinecones, suspenders left lying around, ultrasound images of fetuses, pictures of his grandfather and of Marilyn Monroe, tape en masse, hair cuttings from the hairdresser, comments from passers-by and every kind of color; in a nutshell, everything that there is serves as his material.
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„Christian Eisenberger ist wortkarg und ideenreich. Er ist einer, der bis über die Ellbogen ins Leben greift. Der Fundus, aus dem er schöpft, ist unendlich, denn dieser Fundus ist nichts weniger als die Welt in allen ihren Teilen. Eisenberger betreibt seine Kunst nämlich ernsthaft (im Unterschied zu „ironisch“) als Weltaneignung, indem er verwertet und verwandelt, was ein Ort hergibt und was andere keines Blicks mehr würdigen. Es ist eine Welt der einfachen Dinge jenseits ihres Gebrauchs- und Tauschwerts, ein chaotisches Universum aus Kartonagen, Pornoheften, Geweihstangen, gelaufenen Postkarten, abgespielten Schallplatten, Tannenzapfen, liegen gebliebenen Strapsen, Ultraschallaufnahmen von Föten, Bildern von seinem Großvater und von Marilyn Monroe, Klebeband en masse, Haarabfall vom Friseur, Wortspenden von Passanten und jede Menge Farbe, schlichtweg alles, was es gibt, dient ihm als Material. Tja, wofür? Für neue Weltteile, die zum Betriebssystem Kunst gehören. Skurriles Zeug wie Betondackel auf Rehbeinen, Christen-Kreuze und David- ebenso wie Kommunistensterne aus Wasserwaagen, „Guten Morgen“-Grüßen aus Kuhmist, Klebeband-Kokons, denen er entschlüpft, sie wie eine alte Haut abstreift, passend zu seiner täglichen Metamorphose als Künstler. (...)
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