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Um es ganz deutlich zu sagen: Niemand, der bei Verstand ist, entscheidet sich ohne Grund für einen so komplexen Aufbau. Aber die Komplexität und die unterschiedlichen Faktoren, die beim Thema Anthropozän, sowohl als Idee als auch als ganz realer Prozess, berücksichtigt werden müssen, erforderten ein radikales formales und konzeptionelles Umdenken. Es ging mir um zwei Dinge: Ich wollte, dass die Monitore dem Betrachter eine intensive Erfahrung ermöglichen - etwas, in das man geradezu eintauchen kann, eine Art Meditation über die Kräfte der nichtmenschlichen Elemente - Land, Meer, Luft - und ihren Einfluss auf die Zukunft unserer Biosphäre. Ich wollte, dass das Publikum körperlich und emotional wirklich Teil dieser Erfahrung wird. Die Entscheidung für mehrere Screens hing auch mit der Abkehr von Erzählformen zusammen, die sich auf einer Leinwand abspielen, der Abkehr von einer einzelnen Perspektive, einer einzigen übergeordneten Weise, Dinge zu sehen oder wahrzunehmen. Wenn man die Frage stellt, wie es ist, das Anthropozän als eine ganz wirkliche, physische Frage von Leben und Tod zu erleben, muss man die Bühne freimachen für nichtmenschliche Akteure, für die "lebendigen Materialien", wie sie die Politologin Jane Bennett bezeichnet hat. Es sind diese Kräfte, die zunehmend instabiler werden, die nicht nur unsere Zukunft bestimmen werden, sondern auch die Art und Weise, wie wir uns verhalten, worin wir langfristig unseren Daseinszweck sehen, so vorstellbar oder unvorstellbar dieser auch sein mag.
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