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In contemporary art practices we can see a certain 'permissiveness', an interdisciplinary approach where almost anything can be considered an art object in the appropriate context, and where more than ever before work with an expanded praxis, intervening in several fields other than the traditional art sphere, and as such touching upon such areas as architecture and design, but also philosophy, sociology, politics, biology, science and so on. The field of art has become a field of possibilities, of exchange and comparative analysis.
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Wenn wir das Kunstfeld als spezifische Öffentlichkeit verstehen, müssen wir den Begriff entlang zweier Linien untersuchen: erstens als einen Bereich, der nicht einheitlich, sondern konfliktuell ist und als Plattform für verschiedene und gegensätzliche Subjektivitäten, Politiken und Ökonomien dient: ein "Schlachtfeld", wie es Pierre Bourdieu und Hans Haacke nannten. Ein Schlachtfeld, auf dem verschiedene ideologische Positionen nach Macht und Souveränität streben. Zweitens ist das Kunstfeld kein autonomes System, wenn es auch manchmal bemüht ist oder vorgibt, dies zu sein. Es ist reguliert von Politiken und Ökonomien und ständig in Verbindung mit anderen Feldern oder Bereichen, was sich nicht zuletzt in der kritischen Theorie und kritischen, kontextuellen Kunstpraxen gezeigt hat. In aktuellen Kunstpraxen können wir eine bestimmte Durchlässigkeit und einen interdisziplinären Ansatz beobachten, gemäß dem in einem entsprechenden Kontext beinahe alles als Kunstwerk betrachtet werden kann. Mehr als je zuvor greifen erweiterte künstlerische Arbeiten in unterschiedliche Bereiche ein, die nicht dem traditionellen Kunstfeld zugehören, und betreffen damit Bereiche wie Architektur und Design, aber auch Philosophie, Soziologie, Politik, Biologie, Naturwissenschaften, etc. Das Kunstfeld hat sich zu einem Feld der Möglichkeiten, von Austausch und vergleichender Analyse entwickelt. Es ist ein Feld alternativen Denkens geworden und kann, was besonders wichtig ist, als Überschneidungsfeld und Vermittler zwischen verschiedenen Bereichen, Formen der Wahrnehmung und des Denkens sowie zwischen verschiedenen Positionen und Subjektivitäten agieren. Es hat so eine sehr privilegierte, wenn auch umkämpfte und unsichere Position in der heutigen Gesellschaft.
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