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She reacts with amusement to the question as to how this strange being came to life: “Well, after my real child, my daughter, was born in the late eighties, I did various paintings using images of babies. So while being busy with the baby as a mother in a real sense, I noticed what a strange creature she was. I observed everything she did. I was making different paintings at that time. At that stage I also related to artists I liked, and Warhol is someone I am very interested in. There are four components that are important for my work: The painting, the person, the picture, and the portrait. The friction between these absorbs me. It didn’t start off as a portrait of Andy Warhol, and it didn’t start as a portrait of my daughter – it was a mixture. Warhol always wore his wigs and the baby looked like it was wearing a mask – as though it could be filled in with any personality at all. The painting is also a sort of homage to Warhol. I’m a fan, because he’s one of the few 20th-century artists who dealt with essential things like death and sexuality – but in a sexy, unique way.”
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Auf die Frage, wie dieses merkwürdige Wesen zur Welt kam, reagiert sie belustigt: „Na ja, nachdem mein wirkliches Kind, meine Tochter, Ende der Achtziger geboren wurde, machte ich verschiedene Gemälde, für die ich Bilder von Babys als Vorlagen benutzte. Während ich mich also ganz real als Mutter um meine Tochter kümmerte, fiel mir auf, was für ein merkwürdiges Wesen sie ist. Ich beobachtete alles, was sie tat, und dabei entstanden ganz unterschiedliche Gemälde. Zugleich bezog ich mich damals in meiner Arbeit auf Künstler, die ich mag, und Warhol ist jemand, der mich sehr interessiert. Es gibt unterschiedliche Komponenten, die für meine Arbeit entscheidend sind: das Gemälde, die Person und das Porträt. Es ist gerade die Reibung zwischen diesen einzelnen Elementen, die mich anzieht. Ich begann das Gemälde nicht als Porträt von Andy Warhol oder meiner Tochter, es ist eine Mischung aus beiden. Warhol trug immer seine Perücken, und das Baby sah aus, als trüge es eine Maske – als könne man es mit jeder beliebigen Persönlichkeit ausfüllen. Zugleich ist das Gemälde eine Art Hommage an Warhol. Ich bin ein Fan, denn er ist einer der wenigen Künstler des 20. Jahrhunderts, der sich auf eine eigenwillige und sinnliche Weise mit elementaren Dingen wie Tod und Sexualität auseinandersetzt.“
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