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Als intimen Rückzugsort ließ sich der sagenumwobene Bayernkönig Ludwig II. (auch „Kieni“ genannt) Schloss Linderhof erbauen. Es entstand in den 1870er Jahren und ist das einzige Schloss des „Märchenkönigs“, das noch zu Lebzeiten vollständig fertig gestellt wurde. Hier wollte sich der amtsmüde und melancholische Monarch dem Hofzeremoniell entziehen. In der künstlichen Grotte im Schloss-Park verbirgt sich ein See, auf dem sich Ludwig im Muschelkahn treiben ließ. Niemals geklärt werden wohl die Umstände seines Todes, er ertrank am 13. Juni 1886 im Starnberger See, zwei Tage nach dem er für geisteskrank erklärt und entmündigt wurde. Nur neun Kilometer von Linderhof entfernt liegt Ettal mit seinem berühmten Kloster. Gegründet wurde es 1330 von Kaiser Ludwig dem Bayern. Die Legende berichtet von einer weißen Madonna, die der Monarch im gleichen Jahr von einem Italienfeldzug hierher brachte und ihr zu Ehren das Kloster gründete. Er besetzte es mit Benediktinern und gründete dabei noch einen Ritterstift, der sich jedoch nur kurz hielt. Ettal entwickelte sich zu einem weltberühmten Marien-Wallfahrtsort. Ein schwerer Brand beschädigte 1744 das Kloster, das ab 1745 unter der Leitung des Klosterarchitekten Schmuzer, und zwar teilweise nach Plänen von Enrico Zuccalli, wiederhergestellt worden ist. Dabei ist die mittelalterliche Anlage im Kern erhalten geblieben und mit einer barocken Kuppel versehen worden. Die Klostergebäude fielen fast alle der Säkularisation 1803 zum Opfer. Im Jahr 1900 gelangte das Kloster wieder in den Besitz der Benediktiner, 1907 wurde Ettal erneut Abtei. Teile der heutigen Klostergebäude, die aus dem 20. Jahrhundert stammen, beherbergen heute ein Internat. Das vielgipfelige Berggebiet, das sich zwischen Loisach und Lech westlich an das Estergebirge anschließt, sind die Ammergauer Alpen, oft auch Ammergebirge (nach dem Fluss Ammer) genannt, eine Untergruppe der bayerischen Voralpen. Innerhalb des Ammergebirges gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Berggruppen. Während die nördlichsten Gruppen sanfte, runde Formen aufweisen (Flyschzone), herrschen im Süden steilere Formen vor, jedoch weniger in Form steiler Wände, als vielmehr von Felsflanken mit Schrofencharakter. Im Klammspitzkamm, sowie Teilen der Hochplatten- und Säulingssgruppe im Westen finden sich Grasberge mit kleinen Felsköpfen im Gipfelaufbau vor. Im Kramer-, Kreuzspitz und Danielgebiet (Osten, Mitte und Süden) liegen die höheren Gipfel, die aus einer mächtigen Schicht Hauptdolom
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