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Nach nicht einmal einer halben Stunde hatte ich bereits die Bestätigung, dass meine Vorstellungen stimmten, beruhigt machte ich mir eine Notiz, die erste von vielen, die den Aufbruch beschreiben sollten, die Ungeduld, die Startlochposition, in der schließlich auch ich mich befand, mit aufgerissenen Augen durch das Taxifenster schauend, alles war Eindruck, erster Eindruck, prägender Eindruck, alles musste notiert werden, und zwei Wochen später war das Notizbuch dann tatsächlich voll mit all den Eindrücken, mit Zitaten, mit hilflosen Bewertungsversuchen, und von Seite zu Seite wurde deutlicher, dass die Vorstellung doch wieder einmal haltlos war und alles wieder einmal komplizierter, dass das West-Werbeversprechen wieder einmal ein leeres Versprechen blieb; aber das konnte ich nach einer halben Stunde Kosovo noch nicht wissen, das konnte ich höchstens ahnen. Die halbfertigen Häuser sahen nicht so aus, als ob sie bald fertig gestellt würden. Nirgendwo fanden Bauarbeiten statt, fehlende Fenster wurden durch Planen ersetzt, wenn das Dach fehlte, blieben die oberen Stockwerke eben leer, doch der Rest war bewohnt, Wäsche hing auf den unverputzten Balkonen, im Erdgeschoss gab es kleine Läden, das war kein Provisorium, das war längst Zustand.
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