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…laut, unerträglich süß, einfach wunderbar – plötzlich dachte ich, das ist wie die Biennale von Venedig. So wunderbar, dass man einfach lieben muss, sich erfreuen, vor Freude erstarren. Aber ich habe keine Kraft. Am liebsten würde ich alles anhalten, beenden, zerstören, wenigstens für eine kleine Weile, um alles von der Seite zu betrachten. Eine Pause ist in der Musik – auch Musik. In der Biennale haben mir gerade diese Pausen gefehlt, ein Crescendo kann nicht, darf nicht ewig anhalten, sonst verwandelt es sich in eine unerträgliche Kakophonie. Eine der Arbeiten, die vom Publikum leidenschaftlich geliebt wurde, war „Delete Beatles“ (Yukio Fujimoto, Japan). Über eine Vinylplatte der „Größten Pop-Idole aller Zeiten“ läuft ruhig und langsam eine Bürste mit Metallenden und löscht die Tränen und Freuden von Millionen. Daneben befindet sich eine Arbeit des gleichen Künstlers: „Ears with Chair“ besteht aus zwei Röhren, zwischen die man sich setzen und den Kopf hineinstecken kann. Alle setzten sich mit Vorfreude, hörten hin und lächelten verlegen, und taten so, als hörten sie etwas – vermutlich erwarteten sie die Beatles. Doch hier gab es keine Musik, hier gab es gar nichts. Der Sinn der Arbeit besteht gerade darin, zum Hinhören zu bringen und vielleicht sogar dazu, etwas zu hören. Die Erwartung eines Lautes – ist mehr als Musik.
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