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Der Umstand, dass auf ABA gestützte, evidenzbasierte Interventionen sich im Umgang mit Kindern mit Autismus- Spektrum- Störung (ASS) als wirksam erwiesen haben führte oft zur Fehlannahme, dass ABA mit einer Autismustherapie gleichgesetzt werden könnte oder, dass es nur zur Entwicklung von Interventionen für Kinder mit ASS anzuwenden sei. Wie mehrere Autoren (z.B.: Dillenburger & Keenan, 2009) bereits hervorgehoben haben, ist dies ein Mythos. ABA ist die Wissenschaft welche menschliches Verhalten zum Forschungsschwerpunkt hat (Cooper, Heron, & Heward, 2007), demnach kann und sollte es als Basis für die Entwicklung einer effektiven Intervention gesehen werden, um zur Besserung jeglicher Aspekte menschlichen Verhaltens beizutragen (z.B.: Kommunikations-, soziale, und/ oder Lernfähigkeiten zu steigern, und unangemessene Verhaltensweisen wie Aggressionen oder Selbstverletzungen zu senken) und dies bevölkerungsübergreifend (sei es sowohl bei Erwachsenen mit Sprachverlusten, oder beim Erlernen einer Zweitsprache, als auch bei Kindern mit ASS, oder mit Down-Syndrom, usw.). Parallel zur drastischen Zunahme an Forschungsnachweisen zur Effektivität der auf ABA- basierenden Interventionen bei Einzelpersonen mit ASS, gab es innerhalb der letzten Jahrzehnte eine Zunahme der Forschungsarbeiten zur Effektivität auf ABA- basierenden Interventionen bei anderen Gruppen. Die Untersuchungen berücksichtigten Kinder mit Down-Syndrom, Lernschwächen, Essstörungen, Anzeichen von Spielsuchtverhalten, Erwachsene mit Depressionen, Schlaganfallpatienten mit Aphasiefolgen, und viele andere (z.B.: Athens, Vollmer, Sloman, & St Peter Pipkin, 2008; Sidman & Kirk, 1974; Seiverling, Williams, Sturmey, & Hart, 2012; Nastally, Dixon, & Jackson, 2010; Kanter, Callaghan, Landes, Busch, & Brown, 2004; Baker, LeBlanc, & Raetz, 2008).
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