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Doch selbstverständlich können Unternehmen als freie Kooperation betrieben werden. Wir kennen Beispiele dafür aus verschiedenen sozialen Projekten, die mit Geld zu tun haben, die Dinge produzieren, und die freie Kooperationen sind, mit Verhandlungen unter den Beteiligten, Abkommen und Trennungen im Fall von ausbleibendem Einverständnis, die nach Wegen suchen, die Sache in möglichst gleichberechtigter Weise zu betreiben. Es gibt auch Beispiele aus dem so genannten Dritten Sektor, wo Gruppen mit öffentlichen Geldern hantieren, das ihnen zur Erzielung bestimmter Ergebnisse zur Verfügung gestellt wird, aber in deren Durchführung sie frei sind. Es gibt diese Beispiele, aber für die Struktur der Unternehmen würde es eine radikale Änderung bedeuten, das würde enorme Einschnitte in den konzentrierten Wirtschaftsorganisationen implizieren. Das schließt z.B. die Möglichkeit aus, dass es Leute gibt, die ein derart spezialisiertes Wissen haben, dass nichts ohne sie getan werden kann. Es muss also Prozesse der Verteilung von Wissen und Fähigkeiten geben. Es bedarf auch eines Umfelds, in dem es Leuten ermöglicht wird, zu gehen, weil sie andere Optionen haben - was bedeutet, dass ihre Existenz garantiert ist, und sie nicht auf ihren Job in diesem Betrieb angewiesen sind. Das bedeutet, dass öffentliche Investitionen in einer Weise vorgenommen werden, dass es nicht nur eine Struktur gibt, in der jemand mit einer spezifischen Ausbildung arbeiten kann, sondern dass es Alternativen gibt, und dass garantiert ist, dass ich einen fairen Anteil erhalte. Das ist natürlich radikal, aber notwendig. Und es ist auch nicht einsichtig, warum es nicht möglich sein soll, dass Unternehmen sich aufspalten, wenn es Uneinigkeit über ihren künftigen Weg gibt. Wir sehen das ja bereits: Große Kapitale zerteilen kleine Kapitale, setzen das Ganze neu zusammen - all das erscheint ganz normal, und dennoch scheint es unvorstellbar, dass die Leute, die dort arbeiten, es selbst machen.
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