|
|
So despite the situationist echoes that still linger, and despite all the Italian exiles who have produced such interesting theory in France, until recently the resistance was mainly from the professions, the theater and cinema people in particular always with the unions as a model of collective action, deeply entrenched in representational politics. Only recently has this resistance become actively subversive in the strong sense of really questioning contemporary social roles and positions.
|
|
|
Brian Holmes: Frankreich ist ein Land, das traditionell die unterschiedlichsten Formen anspruchsvoller kultureller Produktion wertschätzt und zudem eine vergleichsweise starke institutionalisierte Linke hat, was zum Teil seit der Volksfront von 1936 über den Gedanken der kulturellen Demokratisierung artikuliert wurde. Es gibt also viele institutionalisierte Räume für kreative Praktiken. Auch wenn der sozialistische Kulturminister Jack Lang in den 80er Jahren den Versuch unternommen hat, diese kulturellen Aktivitäten "profitabel" zu machen, war das eigentlich immer eine Art Fiktion, da der Raum des Kulturellen sich hauptsächlich mit staatlicher Unterstützung ausgedehnt hat. Aus zynischer Perspektive kann man behaupten, dass die Sozialisten, als sie an die Macht kamen, sich eine wichtige Wählerschaft, die KünstlerInnen, gekauft haben und sie mit einem Unmaß an bürokratischer Kontrolle umstellt haben, damit sie keinen Ärger mehr machen konnten. Daher gibt es auch kaum einen "Underground" in Frankreich, genauso wenig wie die typisch angloamerikanische Verwertungsdynamik, in der Popkultur und Werbeindustrie permanent den "Underground" auszuspähen, um Talent abzuschöpfen und subkulturelle Wunschvorstellungen zu vermarkten. Trotz der situationistischen Echos, die immer noch fortleben, und trotz all der italienischen Exilanten, die sehr interessante Theorien in Frankreich hervorgebracht haben, ging der Widerstand bis vor kurzem hauptsächlich von den Angestellten aus, insbesondere den Theater- und Filmleuten immer vor dem Hintergrund der Gewerkschaften als Modell kollektiven Handelns, das tief in den Repräsentationspolitiken eingebettet war. Erst kürzlich ist dieser Widerstand ausdrücklich subversiv im starken Wortsinn einer Infragestellung gegenwärtiger sozialer Rollen und Positionen geworden. Höchstwahrscheinlich wird der Versuch der Rechten, eine selbstgefällige kulturelle Klasse aus ihren staatlichen Sinekuren zu vertreiben, noch mehr von dieser neuen und virulenten aktivistischen Kritik hervorbringen, die wir von den teilzeitangestellten Film- und Theaterarbeitern kennen.
|