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Die Rodisforter Brücke über die Eger (Ohře) wurde an der Furt an der Stelle gebaut, wo der König Johann von Luxemburg das erste Mal im Jahre 1310 nach Böhmen gekommen ist. Sein Sohn, der Kaiser Karl IV, erteilte im Jahre 1364 der Stadt Schlackenwerth (an der Eger) das Recht die Brücke zu bauen und Zoll für gediegene Ware, die über die Landesstraße hergebracht wurde, besonders aus dem Reinland, einzunehmen. Diese Landesstraße wurde bereits im Jahre 1220 erwähnt. Die Holzbrücke auf Steinsäulen hat angeblich 800 Gulden gekostet und wurde von den Untertanen aus Rodisfort gebaut. Leider ist diese Brücke einige Male abgebrannt, doch jedes Mal wurde sie erneuert. Die Brücke wurde in den Jahren 1576, 1639 erwähnt, neu gebaut im Jahre 1742, erneuert 1752 und aufs Neue 1756. Im Jahre 1980 wurde eine große Reparatur beendet. In den Seitenwänden waren vier große und 28 kleine Fenster, das Schindeldach hatte eine steile Neigung. Die Tragkonstruktion bildeten drei Paare von Längsbalken, die 19 Meter lang und 0,40 Meter hoch waren. Die Hängebrücke war auf zwei Säulen aus Bruchsteinen gelagert, der Säulenkopf war an der Einführseite abgerundet. Die ragenden Säuleteile waren mit Dächern abgedeckt. Drei Öffnungen der Brücke hatten eine lichte Weite von 14,17 und 14 Meter, die Brücke war vier Meter breit. Im Jahre 1979 wurde das Alter der Brücke (nach dem letzten Umbau) auf 150 Jahre geschätzt. Die Gesamtlänge war 47 Meter, der Dachfirst war sechs Meter über dem Brückenbalken. Die Höhe der Seitenverkleidung war 4 Meter. Der letzte Brand im Jahre 1986 hat in wenigen Stunden dieses Unikat von einer Brücke fast vollkommen zerstört. In den Jahren 1992 – 1993 hat die Gemeinde Gieshübel (Kyselka) eine öffentliche Sammlung für die Erneuerung von diesem Kulturdenkmal mit dem Motto verkündet, dass der, der nur eine symbolische Krone spendet, beweist, dass er die Bedeutung der Traditionen bewundern, ehren und begreifen kann und das historische Erbe pflegen kann. Im Laufe von 10 Jahren haben sich einige zehnt Tausend von Kronen am Konto angesammelt. In den Jahren 2000 – 2001 begann die Gemeinde Gieshübel aus eigenen Mitteln und den gesammelten mit der Vorbereitung und dem Projekt für die Erneuerung der historischen Holzbrücke in Rodisfort (Radošov). In der Folge ist es dann auch gelungen teilweise zweckgebundene Unterstützungen zu bekommen, es wurde das Projekt erarbeitet und am 24.4.2001 erteilte das hiesige Bauamt die Baugenehmigung und am 9. Juli 2001 wurde der Grundstein für die E
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