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Auf den 6. Februar 1975 lud Othmar Keel, damals Assistenzprofessor, im Auftrag der alttestamentlichen Abteilung des Biblischen Instituts der Universität Fribourg zu einer Tagung ein, die sich zusätzlich zu den Alttestamentlern und Altorientalisten auch an Ägyptologen richtete. Folgende Referate wurden gehalten: Françoise Bruschweiler (Genève), „Le thème de Dumuzi dans les textes mésopotamiens“; Erik Hornung (Basel), „Die Arbeit des Basler Ägyptologischen Seminars an den thebanischen Königsgräbern“; Georg Walser (Bern), „Achämeniden-Forschungen. Forschunsgbericht und Forschungsvorhaben“; Hans Heinrich Schmid (damals Bethel bei Bielefeld), „Das alttestamentliche Verständnis von Geschichte in seinem Verhältnis zum gemeinorientalischen Denken“. Zum Abschluss der Tagung wurde folgende Möglichkeit angeboten: „Kurzinformationen; Diskussion über die wissenschafts-politische Situation unseres Fachbereichs; Situation der Museen und Sammlungen; Bibliotheksverhältnisse; Ausbauwünsche und Möglichkeiten; ähnliche Tagungen“. Die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschlossen als Konsequenzen dieser Aussprache, dass Fribourg dank seiner Lage zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz weitere solche Tagungen durchführen möge. Es wurde weiter ein Gremium bestimmt, das diese organisieren und generell die Interessen der betroffenen Fachgebiete gegen aussen vertreten soll. Diesem Gremium gehörten folgende Professoren an: Peter Frei (Zürich), Erik Hornung (Basel), Othmar Keel (Fribourg), Philippe Reymond (Lausanne / Genf) und Johann Jakob Stamm (Bern). Das Gremium hatte den Auftrag, die Gründung einer Schweizerischen Gesellschaft für Orientalische Altertumswissenschaft vorzubereiten. Es hielt vier Monate später, am 21. Juni 1975, in Fribourg eine Sitzung ab, in der Peter Frei zum Vorsitzenden gewählt wurde. Man beschloss, einen Statutenentwurf zu erarbeiten, in dessen Zweckparagraphen die Ziele der Gesellschaft formuliert werden sollten. Sie sollte Möglichkeiten zu gegenseitigem Austausch, wie ihn die Tagung von 1975 in Fribourg geboten hatte, institutionalisieren und deren Kontinuität gewährleisten. Sie sollte eine Institution werden, die die Interessen der Orientalistik in der Schweizer Hochschul- und Museums-Landschaft vertreten kann. Um diese Vertretung optimal wahrnehmen zu können. sollte sie sich bemühen, sobald wie möglich Mitglied der „Schweizerischen Akademie der Geisteswissenschaften“ zu werden, was auch aus finanziellen Gründen wichtig war. Endl
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