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First of all you’re scared, it’s strange, it’s the other, and not the other in the strict sense of the term, but in the sense that we don’t know it… What does that mean, if we’re afraid of what we don’t know, it’s difficult to go there. We didn’t know Polish culture, so we had to make the effort of going toward them too.
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Ein Beispiel: Wir waren in Polen, und alles ist wirklich gut gelaufen. Aber es gab viele Blicke, weil wir mehrheitlich Schwarze waren. Tatsächlich gibt es nicht besonders viele Afrikaner_innen, nicht viele Schwarze in Polen, und die Blicke waren ziemlich … – und dabei ging es nicht einmal um Rassismus, sondern um Überraschung. Damit sich jedoch alle darauf verständigen konnten, dass diese Blicke nicht von Rassismus, sondern von Überraschung zeugten, bedurfte es schon eines ziemlichen Schrittes und der Anstrengung, uns zu sagen: „Nein, nein, nein, wir müssen auf die Leute zuzugehen versuchen und dann werden wir herausfinden, dass dieser Blick nicht rassistisch ist. Es geht nicht um Rassismus.“ Am Ende des zweiten Tages stießen wir schließlich auf eine Gruppe von Skinheads. Nun hatten wir es wirklich mit hartgesottenen Rassist_innen zu tun und mussten alles erneut überdenken, weil, klar, hier ging es um Rassismus. Aber wie kann man das auseinanderhalten? Indem man sich sagt, dass die einen Rassist_innen sind und die anderen nicht, weil das, was in erster Linie Angst macht, das Fremde oder die Fremden sind, aber nicht im strengen Wortsinn, sondern einfach im Sinne dessen, was man nicht kennt? Das bedeutet, wenn man Angst vor dem Unbekannten hat, ist es schwierig, darauf zuzugehen. Auch wir kannten die polnische Kultur nicht unbedingt. Also bedurfte es einer Anstrengung, auf die Leute zuzugehen.
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