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Und später? Die obigen Passagen sind einige Seiten aus einem Buch über meine Jahre während des Krieges, an dem ich zu schreiben begann und dann aufgab. Ich frage mich nun, wie die letzten Seiten des Buches aussehen würden, sein Schluss, sein Epilog. Was würde darin stehen über das Ende des Zweiten Weltkriegs? Nichts, denke ich. Ich meine, nichts Endgültiges. Denn in einem ganz elementaren Sinn hat der Krieg für mich nicht 1945 oder irgendwann kurz danach geendet. In vieler Hinsicht dauert etwas davon immer noch in mir fort. Für diejenigen, die einen Krieg durchlebt haben, ist er niemals vorbei, nicht auf eine absolute Weise. Es ist eine Binsenweisheit, dass ein Mensch nur dann stirbt, wenn die letzte Person, die ihn kannte und sich an ihn erinnerte, stirbt, dass ein menschliches Wesen erst dann wirklich aufhört zu existieren, wenn alle Träger seines Andenkens diese Welt verlassen. Etwas Ähnliches passiert auch mit Kriegen. Diejenigen, die einen durchgemacht haben, können sich davon nie frei machen. Er bleibt ihnen als geistiger Buckel, als schmerzhafter Tumor, den sogar ein so fabelhafter Chirurg wie die Zeit nicht zu entfernen vermag. Man braucht nur Leuten zuzuhören, die einen Krieg durchlebt haben, wenn sie Abends an einem Tisch zusammensitzen. Es ist gleich, welche Konversationsthemen am Anfang gewählt werden. Es kann tausend Themen geben, aber am Ende bleibt nur eines übrig: Rückerinnerungen vom Krieg. Sogar nach Jahren des Friedens legen diese Menschen die Bilder des Krieges über jede neue Realität, eine Realität, mit der sie sich nicht ganz identifizieren können, weil sie mit der Gegenwart zu tun hat und sie aber von der Vergangenheit besessen sind, von der ständigen Wiederkehr dessen, was sie durchlebt haben und wie es geschafft haben, es zu durchleben, ihre Gedanken eine obsessiv sich wiederholende Retrospektive.
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