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Die Serpentine Gallery, in den Kensington Gardens in London gelegen, lädt seit 2000 die angesehensten Architekten der Welt ein, Sommerpavillons zu planen: provisorische, aber für die zeitgenössische Architektur klar repräsentative Strukturen, die für einen Zeitraum von drei Monaten neben der Galerie errichtet werden. Die 1934 als Teepavillon erbaute Serpentine Gallery wurde 1970 ein Schaufenster für Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Künstler. Die Pavillons des von der Leiterin der Serpentine, Julia Payton-Jones, im Jahr 2000 entwickelten Programms sind das Werk internationaler Architekten oder Designerteams, die zum Zeitpunkt der Einladung durch die Serpentine in England noch keine einzige Konstruktion fertiggestellt hatten. Es handelt sich um ein weltweit einmaliges Einladungsprogramm, eine Veranstaltung, die jeden Sommer bis zu 250.000 Besucher anlockt. Zwischen der Einladung und der Fertigstellung des Werks dürfen höchstens sechs Monate verstreichen. Sechs Monate intensiver Planung, an der dieses Jahr auch Viabizzuno beteiligt war. Meister Peter Zumthor hat den Serpentine Gallery Pavilion 2011 signiert und wollte, dass Mario Nanni bei der Realisierung des richtigen Lichts für sein erstes englisches Werk an seiner Seite arbeitete. Es trägt den Titel 'Hortus Conclusus'. Ein Garten im Garten, ein kontemplativer Raum, wo das Licht die Architektur als Sinnes- und Gefühlserfahrung neu definiert. Von außen eine Mauer mit einem einzigen Durchlass, von innen ein Raum mit einer enormen Öffnung zum Himmel. Eine spirituelle und emotive Klause, ein Ort, wo man sich in aller Ruhe zum Meditieren und zum Betrachten der Natur hinsetzen kann. Getreu seiner Planungspoetik hat sich Zumthor vor allem mit den Materialien befasst. Sie sind natürlich, einfach, evokativ, von grundlegender Wichtigkeit im architektonischen Projekt für den Pavillon. Ein Holzaufbau mit einer Verkleidung aus grobem Leinen, die das Licht absorbiert: Ein Weg im Halbschatten, eng, still, meditativ, führt die Besucher zum Innenhof, wo man aus dem Schwarzen ins Reich der Farben eintritt. Der vom deutschen Projektentwickler Piet Oudolf realisierte Garten ist der Wächter der Natur, der stille Blickhorizont, der von keinem Element gestört wird. Auch nicht von künstlichem Licht. Gemäß den Prinzipien der Architektur des Meisters Zumthor wurden unbehandelte Rohstoffe benutzt, um die meditative Funktion der Struktur zu unterstreichen. Holz, natürliches Eisen, Zink und Jute sind die Grundlagen eines s
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