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Diabetes mellitus ist mittlerweile die Volkskrankheit schlechthin und wird inzwischen von einigen bereits „Epidemie des Jahrhunderts“ genannt. Sieht man sich dazu einige Zahlen an, wird schnell klar, dass eine derartige Bezeichnung durchaus ihre Berechtigung hat: Laut OECD betrug die Diabetes-Prävalenz (also die Diabetes-Krankheitshäufigkeit) im Jahre 2010 durchschnittlich 6,5 Prozent (in den Niederlanden 5,3 Prozent, in Frankreich 6,7 Prozent, in Deutschland 8,9 Prozent und in den USA sogar 10,3 Prozent). Laut Angaben der IDF (International Diabetes Foundation) ist zu erwarten, dass diese Zahl in Deutschland bis 2030 sogar auf mindestens 13 Prozent steigen wird. Betrachtet man nun die Krankheitshäufigkeit abhängig vom Alter, stellt man fest, dass diese mit dem Alter zunimmt. So zeigen zum Beispiel die Ergebnisse der DEGS-Studie, dass bei den 40- bis 49-Jährigen 2,0 Prozent der Männer und 4,5 Prozent der Frauen an Diabetes leiden. In der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen beträgt dieser Anteil bereits um die 22 Prozent. Bedingt durch diese hohe Anzahl von Betroffenen, ist die Auswirkung auf die Kosten im Gesundheitssystem natürlich dementsprechend enorm. So zeigen etwa die Resultate der CoDiM-Studie, dass die direkten Kosten durch Diabetes in Deutschland bereits über 30 Milliarden Euro pro Jahr betragen. Diabetes mellitus (zu Deutsch: „honigsüsser Durchfluss“) oder Typ-2-Diabetes wird umgangssprachlich auch Diabetes oder Zuckerkrankheit genannt. Diese Stoffwechselerkrankung ist Teil des so genannten metabolischen Syndroms, das als Hauptverantwortlicher für die Entwicklung von Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und koronarer Herzkrankheit (eine Erkrankung der Herzkranzgefässe) gilt. Neben Diabetes gehören folgende Faktoren zu diesem Syndrom: abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck (Hypertonie) und veränderte Blutfettwerte (Dyslipidämie). Die Häufigkeit dieses Symptomenkomplexes beträgt bei Erwachsenen in Deutschland ca. 20 Prozent bei Frauen und 25 Prozent bei Männern. Obwohl bei der Entstehung die verschiedensten Faktoren eine Rolle spielen, gilt das Zusammenspiel von zu hoher Kalorienaufnahme, falscher Ernährung und zu wenig Bewegung als eine der Hauptursachen. Als Risikofaktoren für Diabetes gelten daher zu häufige Mahlzeiten, Übergewicht, androide Fettverteilung (Fettverteilung hauptsächlich um den Stamm, die auch „Apfelform“ genannt wird und hauptsächlich bei Männern anzutreffen ist), Alter und Bewegungsmangel.
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