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Le Daily Courant du 19 juillet précise notamment que « la Musique, composée de 50 instruments de toutes sortes, joua pendant tout le trajet de Lambeth … à Chelsea des Symphonies parmi les plus belles qu’on puisse imaginer, écrites spécialement pour l’occasion par M. Haendel, et que sa Majesté apprécia tant qu’Elle les fit exécuter trois fois pendant l’aller et retour ».
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Denn bereits sechs Tage nach seiner Landung in Greenwich am 26. September 1714 hörte der König sich ein Te Deum von Händel an, und in demselben Jahr beehrte er eine Aufführung seiner Oper Rinaldo mit seiner Anwesenheit. Auch wenn Händel in Ungnade gefallen war – seine Musik war es nicht. Was die einzige nachweisbare Fahrt des Königs auf dem Wasser unter Begleitung Händelscher Musik betrifft, so fand sie erst am 17. Juli 1717 statt. Darüber gibt es drei zeitgenossische Zeugnisse. Die beiden ersten stammen aus englischen Zeitungen. The Political State of Great Britain von 1717 berichtet, dass am „Mittwoch, den 17. Juli sich der König auf dem Wasser bis Chelsea begab, wobei ihn eine hervorragende, von Graf Kilmanseck veranstaltete Musik unterhielt. Um drei Uhr morgens kehrte er auf dem Wasser nach Whitehall und von dort zum St.-James-Palast zurück.“ Der Daily Courant vom 19. Juli schildert besonders, dass das „aus 50 unterschiedlichsten Instrumenten bestehende Orchester wahrend der ganzen Flussstrecke von Lambeth […] bis Chelsea die schönsten Sinfonien, die man sich vorstellen kann, spielte, die speziell zu diesem Anlass von Herrn Händel geschrieben worden waren, und die Seine Majestät so sehr schätzte, dass diese sie drei mal bei der Hin- und Rückfahrt spielen ließ“. Das dritte Zeugnis – das längste und interessanteste – ist ein Bericht des preußischen Botschafters in London, Friedrich Bonet. Dort erfährt man, dass Baron Johann Adolf von Kilmanseck, der Händel bereits in Hannover protegiert hatte, das Fest vom 17. Juli 1717 auf eigene Kosten veranstaltet hatte und ihn allein die Musiker 150 Pfund kosteten. Im Bericht Bonets wird auch die Orchesterbesetzung angegeben (Trompeten, Hörner, Oboen, Fagotte, Quer- und Blockflöten, Geigen und Basse, keine Sänger) und hinzugefügt, dass die Musik vom „berühmten Händel“ war, der aus Halle stammte und Hauptkomponist am Hofe seiner Majestät war.
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