|
|
Sie betrat die Welt der Sterblichen und fand Warwick bald im verzweifelten Kampf gegen eine Gruppe Männer. Sie versuchte, ihn zu heilen, doch für jede Wunde, die sich schloss, wurden ihm zwei neue geschlagen. Soraka erkannte, dass sie würde kämpfen müssen, um ihren Freund zu retten. Die Sterne schrien in ihren Gedanken auf und forderten sie auf, ihre Kräfte nicht dazu einzusetzen Schaden anzurichten. Sie aber ignorierte die Warnung und blendete die Angreifer mit einem Blitz aus gleißendem Licht. Diese schrien voller Furcht, schirmten ihre Augen vor ihrem göttlichen Glanz ab und flohen. Sorakas himmlische Gestalt verblasste und die Sterne verstummten - wegen dieses Verstoßes wurde sie sterblich. Noch immer fühlte sie die Kraft der Sterne in sich, gleichwohl boten diese ihr nicht länger Rat. So fand sie Trost darin, Warwick in Sicherheit zu wissen, und versorgte behutsam seine Wunden. Der Mann aber, den sie Freund nannte, jagte ihr einen Dolch zwischen die Rippen. Während ihr Lebenssaft aus ihr hervorströmte, wurde Soraka klar, dass er sie getäuscht hatte und dass alles, was er getan hatte, Teil eines komplizierten Täuschungsmanövers war. Sie fühlte sich gedemütigt und verraten und so griff sie einmal mehr nach der Macht der Sterne, versengte sein Fleisch und verfluchte seine Grausamkeit. Voller Pein jaulte er auf, zog sich zurück und ließ Soraka zurück, um über ihr Schicksal nachzugrübeln. Auch wenn sich ihr Leben verändert hatte, so fühlte sie sich doch gekräftigt und von einem neuen Ziel erfüllt. Sie war nicht länger an den Hain gebunden und so schritt sie mit dem Schwur hinaus in die Welt der Sterblichen, die Verwundeten zu heilen und die Hilflosen zu beschützen.
|