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In dieser Globalisierung, die nicht nur aus Welthandel, sondern auch aus Finanzkapital besteht, dessen Umschlag täglich sehr viel öfter erfolgt als im Welthandel, gibt es eine Art Empirisierung des Virtuellen, die eine Revision der Unterscheidung zwischen dem mathematischen und dem dynamischen Erhabenen, eine Revision der Vorstellung eines nur in der Natur vorfindbaren Erhabenen erfordert. Kant zufolge ereignet sich im Erhabenen eine Subreption, in der wir – statt den moralischen Willen des Subjekts zum Erhabenen zu erklären – sagen, dass der Berg, die Wasserfälle usw. erhaben sind. Dies ist nicht länger möglich, da in diesem unglaublichen Netzwerk, das die Möglichkeit des globalisierten Kapitals, des sich so bewegenden Finanzkapitals ausmacht, und in dem das allgemeine Äquivalent nicht mehr Geld, sondern Daten sind, in der Tat die Position des Subjekts aufgrund der Programmierungs- und Marktentscheidungen sowohl kontrollierend ist, als auch von einem Netzwerk kontrolliert wird, das unendlich größer ist als das Subjekt selbst. – Die gesamte Idee des Erhabenen und der Beziehung des Subjekts zum Erhabenen wurde derart revidiert, dass wir nicht mehr wissen, ob wir als Teil größer sind als das Ganze oder vom Ganzen umfasst werden. Die Hardware entspricht in gewisser Hinsicht dem psychischen Apparat und die Software dem Netzwerk, in dem das Subjekt auf dieselbe Weise kontingent ist wie eine stehengebliebene Uhr, die zweimal am Tag zufällig die richtige Zeit anzeigt. Nähern wir uns der Globalisierung auf diese Weise, so müssen wir anfangen, anders zu theoretisieren als nur durch die grotesken Begriffe von Sprache, Kultur und Übersetzung.
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