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Ob nun das europäische Paradeprojekt IT Future of Medicine, das virtuelle Patientenmodelle für eine persönlichere Betreuung vorsieht, die Bioinformatik- oder Genforschung, die tägliche Arbeit des Pflegepersonals, Serious Gaming für ältere Menschen, Biomonitoring-Netze im öffentlichen Gesundheitswesen, Telemedizin, etc. – keines dieser Projekte wäre auch nur vorstellbar ohne Informationswissenschaften. Es ist ein Privileg, Teil dieser Revolution zu sein, aber man darf nicht bloß zusehen, sondern muss agieren – engagiert, bewusst, proaktiv. Denn es handelt sich um eine bedeutende Veränderung für das gesamte Gesundheits- und Gesellschaftssystem: eine Veränderung der Rollen, der Befugnisse, der Regeln, eine Veränderung, die ohne neue Zäsuren über die Bühne gehen muss – für ein besseres, gerechteres und faireres System, für eine bestmögliche Verwendung der Ressourcen, deren bedeutende Rolle uns langsam bewusst wird. Die Grenze zwischen Gesund und Krank verblasst, die Grenze zwischen medizinischem Fachwissen und Unkenntnis des Laien verschwimmt. Wissen ist in immer größerem Maße im Internet verfügbar; persönliches Wohlbefinden, Gesundheit und Krankheit koexistieren quasi in einer Art Kontinuum, das unsere Lebensgewohnheiten in Frage stellt.
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