bones – Übersetzung – Keybot-Wörterbuch

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The tabular bones of our reptile-like ancestors and fish correspond to the lateral interparietal bones, which were overlooked until now. According to the new results, however, they have survived in mammalian lineages after all.
Die Plattenknochen unserer reptilienartigen Vorfahren sowie der Fische entsprechen dabei den lateralen Interparietalknochen, welche bisher übersehen wurden, gemäss den neuen Ergebnissen aber in den Abstammungslinien der Säugetiere doch erhalten bleiben.
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The pregnant ichthyosaur female from Holzmaden (Germany) that perished 182 million years ago puzzled researchers for quite some time: The skeleton of the extinct marine reptile is almost immaculately preserved and the fossilized bones of the mother animal lie largely in their anatomical position.
Das vor 182 Millionen Jahren verendete trächtige Ichthyosaurier-Weibchen aus Holzmaden (D) gab den Forschern schon lange Rätsel auf: Das Skelett des ausgestorbenen Meeresreptils ist fast tadellos erhalten, die versteinerten Knochen des Muttertiers liegen weitgehend im anatomischen Verband. Ganz anders die Knochen der Ichthyosaurier-Embryonen: Sie liegen zumeist verstreut ausserhalb des Mutterleibes. Solch eigenartige Knochenanordnungen sind bei Ichthyosaurier-Skeletten immer wieder feststellbar. Gemäss gängiger Lehrmeinung soll es sich dabei um die Folge von explodierten Kadavern handeln: Faulgase, die im Lauf des Zersetzungsprozesses entstehen, blähen den Kadaver und bringen ihn zum Platzen. Durch solche Explosionen sollen selbst Knochen von Embryonen aus dem Leib geschleudert werden können. Mit einer aufwendigen Messreihe und einer Analyse der physikalisch-biologischen Rahmenbedingungen gelang es einem Forschungsteam von Sedimentologen, Paläontologen und Forensikern, den Mythos von explodierenden Saurierkadavern zu widerlegen.
  UZH Mediadesk - Old sku...  
They used non-invasive micro-CT imaging to analyze rare embryos of different species from museum collections. “The interparietal was clearly discernible in specimens from the embryonic period as the skull bones were fused less strongly here,” explains Sánchez.
Marcelo Sánchez, Professor für Paläontologie der Universität Zürich, und der Postdoktorand Daisuke Koyabu haben jetzt zusammen mit einem Kollegen der Universität Tübingen das Vorhandensein des Zwischenscheitelbeins doch nachweisen können: Sie haben Fossilien und Embryos von mehr als 300 Wirbeltierarten untersucht, und bei allen konnten sie den Knochen identifizieren. Zum Einsatz gekommen waren nichtinvasive Mikro-Computertomographie-Aufnahmen, analysiert hatten sie seltene Embryos unterschiedlicher Säugetierarten aus Museumssammlungen. «Das Zwischenscheitelbein war in Proben aus der Embryonalperiode deutlich erkennbar, da hier die Schädelknochen weniger stark miteinander verschmolzen sind», erläutert Marcelo Sánchez. Darin, dass der Knochen nur im Embryonalstadium klar und gut erkennbar ist, sieht er gleichzeitig den Grund dafür, dass ihn frühere Forschende nicht erkannt haben: «Scheinbar haben viele Anatomen das Vorhandensein des Zwischenscheitelbeins bei zahlreichen Säugetier-Abstammungslinien übersehen, da dieser Knochen im Verlauf des Wachstums mit anderen Schädelknochen verwächst und bei adulten Individuen unkenntlich wird.»
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They used non-invasive micro-CT imaging to analyze rare embryos of different species from museum collections. “The interparietal was clearly discernible in specimens from the embryonic period as the skull bones were fused less strongly here,” explains Sánchez.
Marcelo Sánchez, Professor für Paläontologie der Universität Zürich, und der Postdoktorand Daisuke Koyabu haben jetzt zusammen mit einem Kollegen der Universität Tübingen das Vorhandensein des Zwischenscheitelbeins doch nachweisen können: Sie haben Fossilien und Embryos von mehr als 300 Wirbeltierarten untersucht, und bei allen konnten sie den Knochen identifizieren. Zum Einsatz gekommen waren nichtinvasive Mikro-Computertomographie-Aufnahmen, analysiert hatten sie seltene Embryos unterschiedlicher Säugetierarten aus Museumssammlungen. «Das Zwischenscheitelbein war in Proben aus der Embryonalperiode deutlich erkennbar, da hier die Schädelknochen weniger stark miteinander verschmolzen sind», erläutert Marcelo Sánchez. Darin, dass der Knochen nur im Embryonalstadium klar und gut erkennbar ist, sieht er gleichzeitig den Grund dafür, dass ihn frühere Forschende nicht erkannt haben: «Scheinbar haben viele Anatomen das Vorhandensein des Zwischenscheitelbeins bei zahlreichen Säugetier-Abstammungslinien übersehen, da dieser Knochen im Verlauf des Wachstums mit anderen Schädelknochen verwächst und bei adulten Individuen unkenntlich wird.»
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Some bones were lost in the lineage leading to mammals in the course of evolution, especially a number of skull roof bones. The skull’s interparietal, which is one of the skull roof bones, particularly puzzled researchers: on the one hand, it seems to have survived, such as in humans, carnivores and ungulates (especially horses); on the other hand, it is not found in all mammals.
In der zu den Säugetieren führenden Abstammungslinie gingen während der Evolution einige Knochen verloren, insbesondere auch etliche Knochen des Schädeldachs. Das Zwischenscheitelbein aber, auch «Os interparietale» genannt, das ebenfalls zu den Knochen des Schädeldaches gehört, gab der Forschung Rätsel auf: Einerseits scheint es erhalten, etwa beim Menschen, bei den Karnivoren und den Huftieren (beispielsweise bei den Pferden), andererseits findet man es nicht bei allen Säugetieren. Eine Erklärung hierfür gab es bisher nicht.
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In shallower water (up to 50 meters) and a temperature of over four degrees Celsius, however, the corpses often rose back to the surface on account of the putrefaction gases accumulating inside the body. At the surface, exposed to the waves and scavengers, they decomposed within anything from a few days to weeks and the bones were scattered over a wide area on the seabed as they sank.
Das Schicksal von Ichthyosaurier-Kadavern lässt sich laut den Forschen folgendermassen rekonstruieren: Normalerweise sanken die Körper sofort nach dem Tod auf den Meeresgrund. In sehr tiefen lebensfreundlichen Gewässern wurden sie am Meeresboden durch Fäulnis, Aasfresser, knochenzerstörende Organismen und Lösungsvorgänge vollständig abgebaut. Bei geringerer Wassertiefe (bis zu 50 m) und einer Temperatur über 4 Grad Celsius dagegen trieben die Kadaver häufig durch die sich im Körperinneren ansammelnden Fäulnisgase wieder zur Wasseroberfläche auf. An der Wasseroberfläche zerfielen sie, dem Wellengang und Aasfressern ausgesetzt, innerhalb weniger Tage bis Wochen. Die absinkenden Knochen wurden grossflächig auf dem Meeresgrund verstreut.
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Compared to earlier forms, Australopithecus sediba has shorter fingers, very long thumbs, and more robust metacarpal bones. Astonishingly, the Sediba’s hand shows more modern properties than the hand fragments from an earlier find considered to be the origin of the tool-making human (Homo habilis, “handy man”) and therefore to be the first representative of the Homo genus.
Australopithecus sediba hat nun im Vergleich zu früheren Formen kürzere Finger, einen sehr langen Daumen und robustere Mittelhandknochen. Erstaunlicherweise zeigt die Hand des Sediba mehr moderne Merkmale als die Handfragmente eines früheren Fundes, der als Ursprung des werkzeugherstellenden Menschen (Homo habilis, fähiger Mensch) und damit als erster Vertreter der Gattung Homo gilt. «Australopithecus sediba sollte deshalb umso mehr zur Werkzeugherstellung fähig gewesen sein», sagt Schmid. Da sich die Hand von derjenigen des Homo habilis unterscheidet, müssen wohl verschiedene Hominiden mit unterschiedlichen Handarten in der gleichen Zeitperiode Werkzeuge hergestellt haben.
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On the other hand, the outline of the face differs from the Australopithecus africanus through narrower cheekbones and the contour of the upper jaw which runs diagonally downwards. The lower jaw shows no sign of a fleeing chin and the canine tooth is rather narrow and small.
Der Gesichtsumriss unterscheidet sich hingegen vom Australopithecus africanus durch weniger ausgedehnte Jochbeine und eine schräg nach unten verlaufende Kontur des Oberkiefers. Der Unterkiefer lässt ein stark fliehendes Kinn vermissen und der Eckzahn ist eher schmal und klein. Der Schultergürtel entspricht wiederum dem typischen Australopithecus-Muster: Das Gelenk des Schulterblatts ist deutlich nach oben gerichtet und die Achselkante ist sehr kräftig. Die Gelenksenden des Oberarms sind massiv. Die Unterarmknochen sind affenähnlich lang. Die Fingerknochen sind robust, gebogen und besitzen starke Ansatzstellen für die Sehnen der Beugemuskeln, was auf kräftige Kletterhände deutet.
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On the other hand, the outline of the face differs from the Australopithecus africanus through narrower cheekbones and the contour of the upper jaw which runs diagonally downwards. The lower jaw shows no sign of a fleeing chin and the canine tooth is rather narrow and small.
Der Gesichtsumriss unterscheidet sich hingegen vom Australopithecus africanus durch weniger ausgedehnte Jochbeine und eine schräg nach unten verlaufende Kontur des Oberkiefers. Der Unterkiefer lässt ein stark fliehendes Kinn vermissen und der Eckzahn ist eher schmal und klein. Der Schultergürtel entspricht wiederum dem typischen Australopithecus-Muster: Das Gelenk des Schulterblatts ist deutlich nach oben gerichtet und die Achselkante ist sehr kräftig. Die Gelenksenden des Oberarms sind massiv. Die Unterarmknochen sind affenähnlich lang. Die Fingerknochen sind robust, gebogen und besitzen starke Ansatzstellen für die Sehnen der Beugemuskeln, was auf kräftige Kletterhände deutet.
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The study also yields insights into us people, as Sánchez concludes: “The evidence of the continuation of fish bones in mammals provides new insights into the origins of our own anatomy.” These anatomical discoveries were made possible thanks to a microtomographic imaging, the museum collections of rare animal embryos and the interdisciplinary collaboration between paleontology and embryology.
Die Studie liefert sodann auch Einsichten zu uns Menschen, wie Marcelo Sánchez abschliessend festhält: «Der Nachweis der Weiterführung von Fischknochen in Säugetieren bringt neue Erkenntnisse über die Ursprünge unserer eigenen Anatomie.» Möglich wurden diese anatomischen Entdeckungen dank neuem bildgebenden Verfahren, der Mikrotomographie, der Museumssammlungen seltener Tierembryos sowie der fachübergreifenden Zusammenarbeit von Paläontologie und Embryologie.
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The pregnant ichthyosaur female from Holzmaden (Germany) that perished 182 million years ago puzzled researchers for quite some time: The skeleton of the extinct marine reptile is almost immaculately preserved and the fossilized bones of the mother animal lie largely in their anatomical position.
Das vor 182 Millionen Jahren verendete trächtige Ichthyosaurier-Weibchen aus Holzmaden (D) gab den Forschern schon lange Rätsel auf: Das Skelett des ausgestorbenen Meeresreptils ist fast tadellos erhalten, die versteinerten Knochen des Muttertiers liegen weitgehend im anatomischen Verband. Ganz anders die Knochen der Ichthyosaurier-Embryonen: Sie liegen zumeist verstreut ausserhalb des Mutterleibes. Solch eigenartige Knochenanordnungen sind bei Ichthyosaurier-Skeletten immer wieder feststellbar. Gemäss gängiger Lehrmeinung soll es sich dabei um die Folge von explodierten Kadavern handeln: Faulgase, die im Lauf des Zersetzungsprozesses entstehen, blähen den Kadaver und bringen ihn zum Platzen. Durch solche Explosionen sollen selbst Knochen von Embryonen aus dem Leib geschleudert werden können. Mit einer aufwendigen Messreihe und einer Analyse der physikalisch-biologischen Rahmenbedingungen gelang es einem Forschungsteam von Sedimentologen, Paläontologen und Forensikern, den Mythos von explodierenden Saurierkadavern zu widerlegen.
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Figure 1: The interparietal (os interparietale) and tabular bones in different mammals. The interparietal-tabular complex is marked in light green (“tabular” corresponds to the lateral bone pair). (Bild: UZH).
Abbildung 1: Zwischenscheitelbein (Os interparietale) und Plattenknochen bei verschiedenen Säugetieren. Der interparietal-tabuläre Komplex ist hellgrün gefärbt («tabulär» entspricht dem lateralen Knochenpaar). (Bild: UZH).
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Some bones were lost in the lineage leading to mammals in the course of evolution, especially a number of skull roof bones. The skull’s interparietal, which is one of the skull roof bones, particularly puzzled researchers: on the one hand, it seems to have survived, such as in humans, carnivores and ungulates (especially horses); on the other hand, it is not found in all mammals.
In der zu den Säugetieren führenden Abstammungslinie gingen während der Evolution einige Knochen verloren, insbesondere auch etliche Knochen des Schädeldachs. Das Zwischenscheitelbein aber, auch «Os interparietale» genannt, das ebenfalls zu den Knochen des Schädeldaches gehört, gab der Forschung Rätsel auf: Einerseits scheint es erhalten, etwa beim Menschen, bei den Karnivoren und den Huftieren (beispielsweise bei den Pferden), andererseits findet man es nicht bei allen Säugetieren. Eine Erklärung hierfür gab es bisher nicht.
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One of the partial skeletons consists of a skull measured to have a brain volume of 420 cubic centimeters. Considering the growth zones on the long bones and the tooth formation, it must be the skull of a young individual who is 10-13 years old.
Eines der Teilskelette besteht aus einem Gesichtsschädel, aus dem ein Hirnvolumen von 420 Kubikzentimeter berechnet werden konnte. Aufgrund der Wachstumszonen an den Langknochen und des Zahndurchbruchs muss es sich um den Schädel eines jugendlichen Individuums handeln, das 10-13 Jahre alt ist. Das Gehirn eines Erwachsenen würde demnach ein Volumen von ungefähr 440 Kubikzentimeter aufweisen. «Dieses sehr kleine Volumen irritiert, vor allem wenn man die ausgesprochen fortschrittlichen Gesichtszüge und die sehr menschlichen Besonderheiten des Bewegungsapparates betrachtet», sagt Peter Schmid von der Universität Zürich, Mitautor der Publikationen.
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The mammalian skull, including that of people, is composed of about 20 bones. Fish, reptile and bird skulls, however, have considerably more. After all, when mammals evolved from reptile-like vertebrates 320 million years ago, the skull’s structure became simplified during its development and the number of skull bones decreased.
Der Schädel von Säugetieren, einschliesslich der des Menschen, setzt sich aus etwa 20 Knochen zusammen. Über weitaus mehr Knochen verfügen dagegen die Schädel der Fische, Reptilien und Vögel. Denn als sich vor 320 Millionen Jahren aus den reptilienartigen Wirbeltieren die Säugetiere entwickelten, hatte sich bei der Entwicklung des Schädels dessen Struktur vereinfacht sowie die Anzahl Schädelknochen reduziert.
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The mammalian skull, including that of people, is composed of about 20 bones. Fish, reptile and bird skulls, however, have considerably more. After all, when mammals evolved from reptile-like vertebrates 320 million years ago, the skull’s structure became simplified during its development and the number of skull bones decreased.
Der Schädel von Säugetieren, einschliesslich der des Menschen, setzt sich aus etwa 20 Knochen zusammen. Über weitaus mehr Knochen verfügen dagegen die Schädel der Fische, Reptilien und Vögel. Denn als sich vor 320 Millionen Jahren aus den reptilienartigen Wirbeltieren die Säugetiere entwickelten, hatte sich bei der Entwicklung des Schädels dessen Struktur vereinfacht sowie die Anzahl Schädelknochen reduziert.
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Some bones were lost in the lineage leading to mammals in the course of evolution, especially a number of skull roof bones. The skull’s interparietal, which is one of the skull roof bones, particularly puzzled researchers: on the one hand, it seems to have survived, such as in humans, carnivores and ungulates (especially horses); on the other hand, it is not found in all mammals.
In der zu den Säugetieren führenden Abstammungslinie gingen während der Evolution einige Knochen verloren, insbesondere auch etliche Knochen des Schädeldachs. Das Zwischenscheitelbein aber, auch «Os interparietale» genannt, das ebenfalls zu den Knochen des Schädeldaches gehört, gab der Forschung Rätsel auf: Einerseits scheint es erhalten, etwa beim Menschen, bei den Karnivoren und den Huftieren (beispielsweise bei den Pferden), andererseits findet man es nicht bei allen Säugetieren. Eine Erklärung hierfür gab es bisher nicht.
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This present study provides a conclusive explanation for the hitherto inexplicable mixed tissue origin of the interparietal complex: It stems from the evolutionary fusion of the os interparietale to the tabular bones in mammalian lineages.
Dieser bisher unerklärbare, gemischte Gewebeursprung des Interparietalkomplexes findet in der aktuellen Studie eine schlüssige Begründung: Er ist auf die evolutionäre Verschmelzung des Os interparietale mit den Plattenknochen in den Abstammungslinien der Säugetiere zurückzuführen.
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Although clearly discernible in the embryo, shortly afterwards it fuses with other bones beyond recognition. Consequently, researchers have often missed it. Now, however, paleontologists from the University of Zurich have rediscovered it: the “os interparietale”, a skull bone also referred to as the interparietal.
Im Embryo lässt er sich klar erkennen. Kurze Zeit später verschmilzt er bis zur Unkenntlichkeit mit anderen Knochen. Deshalb haben ihn die Forschenden bisher öfter übersehen. Jetzt aber haben ihn Paläontologen der Universität Zürich neu entdeckt: den Os interparietale, ein Schädelknochen, der auch Zwischenscheitelbein genannt wird. Unter Zuhilfenahme von bildgebenden Methoden haben sie sein Vorkommen bei allen Säugetieren nachweisen können – auch beim Menschen. Das ist neu, denn bis heute glaubte man ihn evolutionsbedingt als verloren.
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The fossil bones of the pre-human, excavated north of Johannesburg in Malapa, are 1.98 million years old. That figure was yielded by the latest analyses on the two skeletons MH-1 and MH-2, originating from a boy of approximately 10-13 years and a woman of approximately 30 years.
Die fossilen Knochen des Vormenschen, der nördlich von Johannesburg in Malapa ausgegraben wurden, sind 1,98 Millionen Jahre alt. Dies ergaben die neuesten Untersuchungen der beiden Skelette MH-1 und MH-2, die von einem etwa 10-13jährigen Knaben und einer etwa 30jährigen Frau stammen.
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The tabular bones of our reptile-like ancestors and fish correspond to the lateral interparietal bones, which were overlooked until now. According to the new results, however, they have survived in mammalian lineages after all.
Die Plattenknochen unserer reptilienartigen Vorfahren sowie der Fische entsprechen dabei den lateralen Interparietalknochen, welche bisher übersehen wurden, gemäss den neuen Ergebnissen aber in den Abstammungslinien der Säugetiere doch erhalten bleiben.
  UZH Mediadesk - Researc...  
The ankle joint and the heel bone are shaped in such a way that the foot was able to be turned more strongly towards the inside, which is an advantage when climbing. However, the hominids could stand upright on the ground and walk on two legs. The bones of the legs nevertheless seem to be longer than those of the Australopithecines.
Zahlreiche Merkmale des Oberschenkels, des Kniegelenks und des Sprunggelenks lassen vermuten, dass Australopithecus sediba sich ähnlich bewegte wie die übrigen Australopithecinen. Das Sprunggelenk und das Fersenbein sind so geformt, dass der Fuss vermehrt nach innen gedreht werden konnte, was für das Klettern von Vorteil ist. Der Hominide konnte aber auch aufrecht am Boden auf zwei Beinen gehen. Die Beinknochen scheinen allerdings länger zu sein als bei den Australopithecinen.
  UZH Mediadesk - Long bo...  
Anthropological virtopsy has enormous potential, as it permits virtual dissection of one single specimen by many different researchers, and according to many different criteria, without actually deteriorating the orginal body. Moreover, great ape virtopsy gives an immediate picture of the spatial relationships between soft and hard tissues (bones) of one and the same individual.
Das Verfahren der virtuellen Autopsie, genannt «Virtopsie», wurde von Michael Thali am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich entwickelt. In der Gerichtsmedizin inzwischen bereits weltweit angewandt, eröffnet die Virtopsie nun auch in der Anthropologie ungeahnte neue Möglichkeiten. Vor allem kann mit diesem Verfahren ein und dasselbe Präparat sowohl von verschiedenen Forschenden als auch nach immer neuen Kriterien untersucht werden, ohne dass es dabei zerstört werden muss. War früher nicht nur die Zerstörung unumgänglich, die Forschenden mussten sich beim einzelnen Körper zudem auf eines der möglichen Untersuchungsobjekte beschränken. So wurden etwa die Erkenntnisse über die Muskulatur mittels Sektionen gewonnen, welche dann mit Befunden von bereits präparierten Skeletten verglichen wurden.
  UZH Mediadesk - Explodi...  
The pregnant ichthyosaur female from Holzmaden (Germany) that perished 182 million years ago puzzled researchers for quite some time: The skeleton of the extinct marine reptile is almost immaculately preserved and the fossilized bones of the mother animal lie largely in their anatomical position.
Das vor 182 Millionen Jahren verendete trächtige Ichthyosaurier-Weibchen aus Holzmaden (D) gab den Forschern schon lange Rätsel auf: Das Skelett des ausgestorbenen Meeresreptils ist fast tadellos erhalten, die versteinerten Knochen des Muttertiers liegen weitgehend im anatomischen Verband. Ganz anders die Knochen der Ichthyosaurier-Embryonen: Sie liegen zumeist verstreut ausserhalb des Mutterleibes. Solch eigenartige Knochenanordnungen sind bei Ichthyosaurier-Skeletten immer wieder feststellbar. Gemäss gängiger Lehrmeinung soll es sich dabei um die Folge von explodierten Kadavern handeln: Faulgase, die im Lauf des Zersetzungsprozesses entstehen, blähen den Kadaver und bringen ihn zum Platzen. Durch solche Explosionen sollen selbst Knochen von Embryonen aus dem Leib geschleudert werden können. Mit einer aufwendigen Messreihe und einer Analyse der physikalisch-biologischen Rahmenbedingungen gelang es einem Forschungsteam von Sedimentologen, Paläontologen und Forensikern, den Mythos von explodierenden Saurierkadavern zu widerlegen.