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In den Gipfelpartien des Erzgebirges kommen typische Moorfichtenwälder- und Moorgesellschaften vor. Diese Moore begannen in der Nacheiszeit zu entstehen, zumeist in Quellgebieten, in denen Tümpel und Sümpfe entstanden, die nach und nach mit Moorflora verwucherten. Anschließend begannen Torfmoose zu wachsen - schnellwüchsige Pflanzen, deren unter Wasser befindlichen Teile wegen des vorherrschenden Sauerstoffmangels fortwährend absterben. In der nächsten Phase der Entstehung von Hochmooren treten Strauchgemeinschaften an (Heidekraut, Gemeine Krähenbeere und Heidelbeere, ...), noch später taucht die Latschenkiefer (Legföhre) - ein typisches Anzeichen für den Abschluss der Torfbildung. Die Mächtigkeit der Torfschicht bewegt sich von einigen wenigen Zentimetern bis hin zu einigen Metern. Die Moore sind vor allem vom Hochmoortyp, der mit der strauchartigen Form der Moor-Bergkiefer ( Moorspirke) oder der seltenen Zwergbirke verwuchert. Die Hochmoore sind die Heimat für verschiedene Torfmoosarten, das Scheidige Wollgras, die Rauschbeere, den Rundblättrigen Sonnentau und viele andere mehr, zum Beispiel auch für den seltenen Sumpfborst. Die Moorfichtenbestände liegen an den Rändern der Hochmoore und außer der erwähnten Fichte wachsen hier auch die Moor-Birke und im Unterholz das Wollige Reitgras, die Gemeine Krähenbeere oder das Schmalblättrige Weideröschen. Die Moore (Hochmoore) stellen hier besterhaltene Biotypen dar, besonders dank ihrer verkehrsmäßigen (Un)zugänglichkeit.
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