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Die Religion hat mich nie von irgendetwas in meiner Kunst abgehalten. Ich habe sie nie als Barriere zwischen mir und meiner künstlerischen Arbeit angesehen. Ich weiß nicht genau, wie ich "Religion" definieren würde. Ich bin ein Moslem, aber ich bete nicht jeden Tag. Trotzdem besitze ich einen starken Glauben und ich glaube, das spürt man auch in meiner Arbeit. Man sieht, dass es eine Tendenz dazu gibt. Das beste Beispiel für diesen spirituellen Aspekt ist Wuzu, die Installation, die ich 2006 auf dem Dach der Sultan Moschee für die Biennale in Singapur gemacht habe. Ich hatte den Ort nicht selbst ausgesucht, sie hatten mir den Raum einfach zugeteilt und gesagt: "Machen Sie hier etwas." Also besichtigte ich den Ort, er gefiel mir und ich kam auf eine Idee. Es gab da ein geometrisches Sternen-Ornament aus Keramikfliesen auf dem Boden. Ich versuchte, mein eigenes Bildvokabular dort hinein zu malen, mit eigenen Bildern von runderen Bäumen, die sich an die Sternornamente anpassen sollten. Die Sterne kommen aus einer islamischen Bildvorstellung, mein eigenes Vokabular war dagegen sehr persönlich. Ich habe versucht, es in diese Ornamente hineinzuarbeiten, aber es war ziemlich groß und passte nicht wirklich hinein.
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