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„Bei Neurodermitikern sehen wir beim Einsatz von Lysaten der nichtpathogenen Mikroorganismen eine signifikante Verbesserung, die auch anhält“, so Biedermann. Die akute und schwere Erkrankung hält er trotzdem nicht für die geeignete Situation, um Lysate von nichtpathogenen Mikroorganismen einzusetzen. Für die Behandlung in diesen Fällen sind andere Präparate schnell und hochwirksam, wie beispielsweise topische Glukokortikosteroide. Das Einsatzgebiet von nichtpathogenen Keimen oder auch Probiotika auf der Haut sehen Biedermann und sein Team vor allem bei der Vermeidung von Rückfällen nach erfolgreicher Erstbehandlung von Erkrankungen wie Neurodermitis: „Wir könnten mit den Keimen eine nachhaltige Stabilisierung erreichen, wenn durch eine Behandlung mit Glukokortikosteroiden die akute Reaktion abgeklungen ist. Unser Ziel ist es, eine immunologische Barriere aufzubauen, um einen weiteren Ausbruch zu vermeiden.“
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