from work – German Translation – Keybot Dictionary

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Keybot 14 Results  eipcp.net
  Alice Creischer, Andrea...  
Steps for Fleeing from Work to Action
Schritte zur Flucht von der Arbeit zum Tun
  Marion Hamm: A Callcent...  
"When I'm making calls in the evening, after work, or during the weekend, my fingers still automatically type in the prefix "9" before the number. Sometimes I nearly continue my little recital from work, as soon as I am at the phone."
"Wenn ich abends nach der Arbeit, oder am Wochenende, privat telefoniere, tippen meine Finger immer noch automatisch die Vorwahl "9" ein. Manchmal bin ich drauf und dran, mein Sprüchlein von der Arbeit aufzusagen, sobald ich am Telefon bin."
  Gerald Raunig: Creative...  
Here flexibility becomes a despotic norm, precarity of work becomes the rule, the dividing lines between work and leisure time blur just like those between work and unemployment, and precarity flows from work into life as a whole.
Diese „Projektinstitutionen“[16] scheinen den Vorteil zu haben, sich auf Selbstbestimmung und die Ablehnung der rigiden Ordnung fordistischer Regimes zu gründen. In den letzten beiden Abschnitten dieses Textes werde ich diskutieren, wie überzeugend dieses Argument ist. An dieser Stelle jedoch möchte ich unter Bezugnahme auf die oben erwähnte, im Hinblick auf die Bewältigung von Widersprüchen entlastende Funktion der Institutionen hervorheben, dass diese Projektinstitutionen der Creative Industries, anstelle der alten institutionellen Aufgabe der Entlastung und Verwaltung von Widersprüchen nachzukommen, ganz im Gegenteil viel eher Prekarisierung und Unsicherheit fördern. Denn die Idee der „Projektinstitutionen“ zeichnet sich ja durch einen schreienden Widerspruch aus: Auf der einen Seite legt sie es auf die langfristige Entlastung an, die das Konzept der Institution impliziert und auf der anderen Seite beruht der Begriff des Projektes gerade darauf, dass er nicht ohne zeitliche Begrenzung zu denken ist. Um noch einmal ein Motiv aus Paolo Virnos Grammatik der Multitude aufzugreifen und auf das Phänomen der „Projektinstitution“ zu beziehen: Die Widersprüchlichkeit der Institution als eines Projekts führt unweigerlich zu jener von Virno beschriebenen vollständigen Überlappung von Angst und Furcht, von relativer und absoluter Sorge und letztlich zu einer totalen Ausbreitung dieser Sorge über die Arbeit hinaus auf alle Bereiche des Lebens.[17]
  Klaus Neundlinger: Simu...  
The simultaneous, represented by the task of achieving a diversification of income sources against the background of increased time pressure and reduced infrastructure, is expressed at the level of the acts, posited by the solo-self-employed, through a manifold internalization of space. The more the perspective of direct conflict vanishes from work relationships – and who should a translator enter into a direct conflict with, in light of her situation?
Das Simultane, repräsentiert durch die Aufgabe, vor dem Hintergrund erhöhten Zeitdrucks und verknappter Infrastruktur eine Diversifizierung der Einkommensquellen zu erreichen, drückt sich auf der Ebene der Akte, die von den Soloselbständigen gesetzt werden, über eine vielgestaltige Internalisierung des Raums aus. Je mehr die Perspektive des direkten Konflikts aus den Arbeitsbeziehungen entschwindet – mit wem auch sollte eine selbständige Übersetzerin angesichts ihrer Situation in einen direkten Konflikt treten? –, umso eher wird die geleistete Arbeit nicht zum Widerstand gegen schlechte Bezahlung und mangelnde soziale Absicherung führen, sondern zum mimetischen Verhalten hinsichtlich der Ausweitung der Grenzleistungsfähigkeit: Der Innovationsdruck steigt, die Kreativität wird zum Zwang, und die Grenzen der psychophysischen Belastung werden immer weiter hinausgeschoben. Die selbständigen ÜbersetzerInnen werden versuchen, bei mehreren Büros gleichzeitig zu arbeiten, sich in Register von Onlinediensten eintragen zu lassen, Kontakte zu Firmen oder Institutionen herstellen oder andere Arbeiten wie die des Redigierens, Korrigierens usw. übernehmen. Dies unterscheidet die ÜbersetzerInnen nicht wesentlich von den meisten anderen im Bereich der flexiblen Arbeitsformen Tätigen. Christian Marazzi bringt diesen Tatbestand auf den Punkt, wenn er den Postfordismus dadurch charakterisiert, dass in ihm
  Francesco Salvini: The ...  
It would therefore seem useful to try to rethink, deconstruct and reconfigure the “imaginary figure” of the movements within the material complexity of the shift of production from work to life, which rejects the fatuous identification of social processes of antagonism exclusively within the realm of production, and assumes the multiplicity of existential domains that are today implicated in production and therefore the shift of the conflict over the attempts to subsume emergent life forms into the language of value.
Es gab Prozesse, die nicht nur die ProtagonistInnen, sondern auch die Diskussionen und die politischen Kontexte, in denen die Bewegung zu verorten ist, aufgewühlt haben: die Beschleunigung etwa, die sie auf der spanischen Halbinsel durch die rassistischen Attacken in El Ejido (Almería) erfahren haben, und später durch die Welle von encierros von MigrantInnen, um deren Regularisierung 2001 und 2005 zu erreichen; die durch die Migration bedingte Erneuerung gewerkschaftlicher Aktionsformen über das Modell des union organizing in London; das Auftreten der Intermittents du Spectacle als soziale Protagonisten in Frankreich, oder das Entstehen von flash mobs wie V de Vivienda (Barcelona). Bei vielen Ereignissen hingegen ist es nur schwer möglich, dass – auch wenn sie in der Analyse als zentral anerkannt wurden – Prozesse tieferer Verschmelzung in Gang gesetzt werden; so etwa der Fall der mit den Attentaten in Madrid des 11. März 2004 verbundenen Netzwerke der afectados, die, nachdem sie an einer autonomen Reflexion über die soziale Dimension des Schmerzes und gegen den Krieg zu arbeiten versucht haben, nun immer weniger mit den Bewegungen verbunden und den klassischen Schemata rechts/links, Komplott/Gerechtigkeit verpflichtet sind. Das Phänomen der Pariser banlieue ist ebenfalls zu dieser Art von Ereignissen zu zählen.  Hier macht die Abwesenheit klassisch wiedererkennbarer ‚repräsentativer’ Stimmen einen über die Analyse hinausgehenden Austausch zwischen den urbanen Revolten und der Entwicklung von Aktionsformen auf europäischer Ebene schwierig.
  Gerald Raunig: Changing...  
Tretyakov had abstractly developed the theoretical figure of the specialist Bolshevik from work in the production and reception structures of the institutions of theater and film, which were still classically hierarchical despite the Proletkult.
Der schier unendlich wirkende Tätigkeitsbericht Tretjakovs riecht vielleicht aufs erste nach der Bürokratie eines Organisators und Kontrolleurs aus Moskau, der eher zum universellen Intellektuellen und zum eingreifenden Verwalter tendiert als zum transversalen Spezialisten. Der Gestus des Rechenschaftsberichts allerdings ist wohl auch dessen Funktion geschuldet. Tretjakov – und das lässt sich auch aus den vorsichtigen Berichten über seine erste Zeit im Kolchos lernen – verstand sich als behutsam Teilnehmender an einem kollektiven Prozess. Während er seinen eigenen Begriff des „Spezialisten-Bolschewiken“, den Benjamin noch Jahre später affirmativ übernehmen sollte, immer kritischer beurteilte, zugleich als Zuspitzung auf eine Erretterfigur und als völlige Überforderung für die Realität, als viel zu komplex und exzeptionell, um ihn in Massenproduktion zu geben, bemerkte er im Kolchos, dass einer allein diese Eigenschaften gar nicht zu vereinen brauche. Seine Erfahrungen im „Aktiv“ des Kolchos führten ihn sogar so weit zu sehen, dass „gewöhnlich verworfene Haltungen wie spezialistische Verbohrtheit, Neuerungswahn oder konservatives Zögern nützlich werden, wenn sie sich gegenseitig kritisieren“; ein Wechsel der Positionen fördere dabei „die nötige Beweglichkeit des Aktivs“[10]. Aus den Arbeiten in den trotz Proletkult immer noch klassisch hierarchischen Produktions- und Rezeptionsstrukturen der Institutionen Theater und Film hatte Tretjakov die Thesenfigur des Spezialisten-Bolschewiken abstrakt entwickelt. In der Praxis der Organisationsarbeit im Kolchos avancierte dieses Konzept zum „beweglichen sozialistischen Aktiv höchst unterschiedlicher Persönlichkeiten“[11], in dem gerade die unterschiedlichen spezifischen Kompetenzen der einzelnen im Kollektiv Beteiligten produktiv wirken. Die Verknüpfung dieser Kompetenzen hieß hier, ein spezifisches Wissen mit anderen spezifischen Wissen zu verknüpfen, in einem Stückwerk, das als Ziel nicht das Ganzsein hat, sondern eine transversale Beziehung des Austausches.