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Keybot 2 Results  www.kas.de
  Brazil: Economically ov...  
More than half of the employees in the Brazilian medium-sized companies have not completed primary school education and over 70 percent of the companies face difficulties in filling job vacancies with qualified personnel.
Zahlreiche Analysen der letzten Jahre betonen Brasiliens Position als aufstrebende Weltwirtschaftsmacht, die global zunehmend an Gewicht gewinnt, während Europa und Nordamerika vermehrt ins Hintertreffen geraten. Mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 7,5%, verzeichnete das Land 2010 nach China und Indien das drittgrößte Wirtschaftswachstum weltweit. Nach dieser Rekordentwicklung im Anschluss an die globale Finanz- und Wirtschaftskrise geriet der Aufschwung des Landes im Dezember desselben Jahres jedoch ins Stocken. Das BIP-Wachstum halbierte sich 2011 auf 2,7% und lag somit unter dem Deutschlands. Wie die Tageszeitung O Globo berichtet, musste die Schätzung für 2012 aktuell von 1,35% auf 0,9% nach unten korrigiert werden. Damit blieb die reale Entwicklung deutlich hinter der Prognose des Finanzministers Guido Mantega, der zu Beginn der Periode eine Wachstumserwartung von bis zu 5% angekündigt hatte.
  Brazil: Economically ov...  
The official data provided by the Brazilian Secretariat for Strategic Affairs (Secretaria de Assuntos Estratégicos, SAE) confirms this negative assessment by stating that 68 percent of Brazil’s lower class and 51 percent of the middle class have not completed primary school education.
Neben dieser negativen Trendentwicklung der Binnennachfrage zeichnen sich weitere Tendenzen ab, die die Attraktivität Brasiliens als Standort für internationale Unternehmen schmälern. Im Doing-Business-Ranking der Weltbank fiel Brasilien 2012 auf Rang 126 zurück und verschlechterte sich damit gegenüber dem Vorjahr um sechs Plätze. Im Vergleich verbesserten andere Staaten des Kontinents wie Argentinien (Platz 113) und Chile (Platz 39) dagegen ihre Position. Gemäß der Consulting-Firma KPMG ist Brasilien das Schwellenland mit der teuersten Kostenstruktur für unternehmerische Aktivitäten und lediglich 7% kostengünstiger als die USA. In Bezug auf Steuern und Abgaben sei Brasilien sogar 43% teurer, so die KPMG. Ein weiterer limitierender Faktor für Brasiliens internationale Wettbewerbsfähigkeit liegt in der mangelhaften Infrastrukturentwicklung des Landes, aufgrund welcher die nationalen Transportkosten aktuell 425% über denen Argentiniens und 370% über denen der USA liegen. Ein Beispiel für die logistischen Probleme des Landes ist die Verbindungsstraße BR-163, die von Cuiabá in Mato Grosso nach Santarém im Bundesstaat Pará führt. Obwohl die Straße bereits vor 30 Jahren für den Verkehr freigegeben wurde, sind nach wie vor fast 600km nicht asphaltiert. Hierdurch sind die Häfen im Norden vor allem zur Regenzeit fast unerreichbar. Die resultierende Überlastung der südlichen und zentralen Häfen spitzt sich zurzeit derart zu, dass chinesische Ankäufer aufgrund immenser Wartezeiten ihre Schiffe zurückriefen und den geplanten Ankauf von 600.000 Tonnen Soja annullierten. Nach Berechnungen des CNI könnte eine Fertigstellung der Straße zu Kosteneinsparungen im Transportsektor von bis zu 1,4 Mrd. Reais (ca. 537,5 Mio. Euro) führen.