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In einer Welt voller Reize, die alle Sinne betreffen, muss das menschliche Gehirn ständig die Eindrücke sinnvoll in der Wahrnehmung verknüpfen. Dabei lernt man durch Erfahrung, dass etwa in einer lebhaften Kneipenatmosphäre synchrone Ereignisse wie die Lippenbewegungen einer bestimmten Person und das Hören einer bestimmten Stimme auch zusammengehören. HweeLing Lee und die Arbeitsgruppenleiterin Uta Noppeney vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen erforschen, wie das Gehirn Reize mehrerer Sinne integriert und wie sich durch Lernen die Verschaltungen ändern. In ihrer neuen Studie haben sie verglichen, wie gut 18 Amateurpianisten gegenüber 19 Nichtmusikern die zeitliche Übereinstimmung einerseits von Fingerbewegungen auf der Tastatur und einer Melodie beziehungsweise andererseits von Lippenbewegungen und gesprochenen Sätzen wahrnehmen können. „Für diese Studie haben wir uns zunutze gemacht, dass die Pianisten seit vielen Jahren speziell diese Tätigkeit trainieren, bei der mehrere Sinnesreize, nämlich Seh- und Hörinformationen, Bewegung und die Berührung der Klaviertasten verbunden werden müssen“, erklärt Uta Noppeney.
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